München:

Auch ein Jahr nach dem katastrophalen Juni-Hochwasser 2013 ist der Hochwasserschutz für die Menschen in Bayern ein entscheidendes Thema. Deshalb intensiviert der Freistaat seinen Einsatz beim Hochwasserschutz sowie die Öffentlichkeitsarbeit in diesem Bereich. Der Bayerische Umweltminister Dr. Marcel Huber betonte: „Wir wollen Bayern wasserfest machen. Wir setzen beim Hochwasserschutz auf Transparenz. Wir wollen nicht nur das Land sein, das am meisten in den Hochwasserschutz investiert, sondern das auch am besten informiert. Wir starten jetzt eine neue Informationsoffensive, um unsere Ideen und Maßnahmen zu den Menschen zu bringen.“ Die Informationsoffensive ruht auf 4 Säulen: 1. Im Rahmen der neuen Veranstaltungsreihe „Hochwasserdialog vor Ort“ werden zukünftig öffentliche Diskussionsveranstaltungen mit den Bürgern durchgeführt. Das soll eine direkte politische und fachliche Debatte mit den Anliegern ermöglichen. 2. Mit geeigneten Materialien sollen die Bürger noch besser über die Bedeutung und Wirkungsweise von Hochwasserschutzmaßnahmen aufgeklärt werden: in einem ersten Schritt wurde dazu eine neue Hochwasser-Broschüre aufgelegt und ein Hochwasser-Kurzfilm produziert, die kostenlos im Internet verfügbar sind. 3. Die Bürger sollen durch verbesserte Warnungen mehr in den Hochwasserschutz einbezogen werden. Deshalb stehen ab jetzt bayernweit aktuelle Pegelstände und entsprechende Hochwasserprognosen im Netz bereit, damit sich jeder Bürger selbst ein Bild von der Lage vor der eigenen Haustür machen kann. 4. Außerdem werden für Bürger und Kommunen die Gefahrenbereiche für Hochwasser beschrieben und im Internet veröffentlicht. Daneben steht auch eine neue bayernweite Flutpolder-Karte im Netz, die demnächst interaktiv den jeweiligen Verfahrensstand der Planungen widergibt.

trinkwasser

Bayern treibt auch die anstehenden Maßnahmen beim Hochwasserschutz mit Hochdruck voran. Allein zwischen Straubing und Vilshofen werden bis 2018 über 170 Kilometer Deiche nachgerüstet. Zur Zeit laufen in Bayern über 250 Hochwasserschutzmaßnahmen. Huber: „Ganz oben auf der Agenda steht die Errichtung von gesteuerten Flutpoldern. Wir brauchen eine ganze Perlenkette von Flutpoldern entlang großer Gewässer. Auch beim natürlichen Hochwasserschutz machen wir zukünftig noch mehr Tempo, um möglichst viel Rückhaltefläche entlang der Flüsse zu schaffen.“ Unmittelbar nach der Flut wurden bereits im Rahmen eines Sofortprogramms rund 40 Millionen Euro investiert, alle gebrochenen Deiche saniert und auf 20 Kilometern Länge sogar noch verbessert. 15.000 Tonnen Stahl wurden dabei als zusätzliche Innendichtung eingebaut – eineinhalb mal das Gewicht des Eiffelturms. 2014 werden für weitere Sofort- und Nachbesserungsmaßnahmen zusätzlich 50 Millionen Euro investiert. Allein an der Donau werden dann auf 60 Kilometern 50.000 Tonnen Stahl in Form von neuen Spundwänden verbaut sein. Damit könnte 575 mal die Bavaria-Statue an der Theresienwiese in München errichtet werden.

Bayern wird sich außerdem mit einer Vielzahl von Projekten in das Nationale Hochwasserschutzprogramm des Bundes einbringen, etwa mit den geplanten Flutpoldern an Donau und Inn sowie Hochwasserschutzanlagen an der Donau im Abschnitt Straubing-Vilshofen. Die Maßnahmen haben ein Volumen von mehreren 100 Millionen Euro. Huber: „Das Programm muss schnell in die Tat umgesetzt werden. Es ist jetzt Aufgabe des Bundes, für eine ausreichende Mittelausstattung zu sorgen.“ Mit Blick zurück auf die Ereignisse vom Juni 2013 sagte Huber: „Ich danke den Menschen in Bayern für Ihren Mut und für Ihr Engagement bei der Bewältigung der zerstörerischen Naturgewalt Hochwasser. Ich danke den rund 100.000 Helfern, die bis zur totalen Erschöpfung die Deiche verteidigt haben. Ich verspreche Ihnen größtmöglichen Einsatz beim Hochwasserschutz.“ Seit 2001 wurden in Bayern rund 280 km Deiche saniert und über 300 km neu gebaut. Außerdem wurden in den vergangenen Jahren über 760 km Gewässer und knapp 1900 ha Uferflächen renaturiert.

Quelle: stmuv.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.