Als Freiwillige in Südafrika
Sieben Wochen lang arbeitete Julia Maier als Freiwillige in einer Schule in Südafrika. In ihrem Erfahrungsbericht erzählt die 20-jährige Eckentalerin von ihrer Arbeit.

„Danke, Frau Maier“, haben die Schüler der siebten Klasse der Sankt Agnes Primary School zum Abschied auf Deutsch an die Tafel geschrieben. Heute ist Julias letzter Tag als Freiwillige an der Kapstädter Schule in Südafrika. Mit Keksen und Kartoffelchips verabschiedet sich die Klasse von der 20-jährigen Eckentalerin, die sieben Wochen lang als Freiwillige in Kapstadt gearbeitet hat. Julia wollte in ihren Ferien etwas Sinnvolles tun und war insbesondere von der Möglichkeit begeistert, den Unterricht in „ihrer“ Klasse mitgestalten zu dürfen. Ursprünglich hatte sie nämlich geplant, Lehrerin zu werden. Ihr Wunschprojekt an der Schule fand Julia über www.VoluNation.com.
Julias Arbeitstag begann morgens um 8 Uhr auf dem Schulhof. Alle Schülerinnen und Schüler der katholischen Schule stellen sich jeden Morgen zum Beten in Reihen auf, getrennt nach Jungen und Mädchen. Erst danach geht es in die Klassenräume. Besonders schön fand Julia, dass die Schule auch von weißen Kindern besucht wird und das Lehrerkollegium gemischt ist. In Südafrika ist das keine Selbstverständlichkeit.
Im Unterricht saß Julia ganz hinten in der letzten Reihe und hatte alle 30 Kinder im Blick. Sobald der Lehrer Aufgaben verteilt hatte, konnten sich die Schülerinnen und Schüler bei ihr melden und um Hilfe bitten. Julia ging dann von Tisch zu Tisch. „Viele Probleme gab es in Mathe“, fiel ihr auf. Selbst bei sehr einfachen Aufgaben mussten die schwächeren Schülerinnen und Schüler von ihr unterstützt werden. „Aber dafür war ich ja da“, meint Julia.

Foto Julia Maier III

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Der Schultag verläuft ganz anders als in Deutschland. „Die erste Pause gibt es erst um 10.30 Uhr“, wunderte sich Julia. 20 Minuten lang dürfen die Kinder dann auf dem Schulhof toben, bevor sie weitere 90 Minuten unterrichtet werden. In der zweiten Pause erhalten die Kinder ihr Mittagessen, das in der Regel aus Reis und Bohnen besteht. Um 14.40 Uhr ist der Schultag offiziell zu Ende. Gut in Erinnerung hat sie u. a. eine Chemiestunde, die sie selbst vorbereiten und unterrichten durfte. „Das Thema war die Bestimmung des pH-Wertes von Säuren und Basen.“ Auch den Unterricht in kleinen Lerngruppen konnte Julia selbst gestalten und leiten. „Wir Freiwilligen wurden von Anfang an in den Unterricht mit einbezogen“, berichtet sie.
Nicht nur im Unterricht war Julias Unterstützung gefragt. Schulgottesdienste wie zu Mariä Himmelfahrt werden an der Schule schon Tage vorher geprobt. „Damit beim Singen alles klappt“, erzählt Julia. Die Gemeinschaft spielt an der Schule ohnehin eine große Rolle. Jeden Dienstag findet vor der ersten Pause eine Schülerversammlung statt, auf der über Konflikte zwischen Schülern oder Ärgernisse wie Müll auf dem Schulgelände gesprochen wird.
Viel Spaß hat natürlich auch der Kontakt zu den anderen Freiwilligen von VoluNation gemacht, die mit Julia in einem Hostel in Kapstadts Studenten- und Ausgehviertel „Observatory“ wohnten. Nachmittags und abends machte man gemeinsame Ausflüge in die Natur oder das nahegelegene Stadtzentrum, das mit dem Taxi in nur 10 Minuten erreichbar war.
Für Julia war es bereits der zweite Einsatz in Afrika. Ein Jahr zuvor hatte sie zwei Monate lang in einem Waisenhaus in Ghana verbracht. Sie liebt es, sich mit Kindern zu beschäftigen und wurde von den Kleinen sofort ins Herz geschlossen. Julia hat sich jetzt doch für das Studium der Wirtschaftswissenschaften in Nürnberg entschieden. Nach Afrika wird sie aber bestimmt noch einmal fahren.
Über VoluNation
VoluNation ist Spezialist für weltweite Freiwilligenarbeit. Neben einem umfassenden Beratungsangebot bietet VoluNation kurzfristig buchbare Freiwilligenprojekte in mehreren Staaten Afrikas, Asiens und Südamerikas an. Weitere Informationen sind im Internet unter www.VoluNation.com erhältlich.
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Foto Julia Maier IV

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Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.