München:

Bayerns Justizminister berichtet im Bayerischen Landtag über die aktuellen Entwicklungen beim sog. Schwabinger Kunstfund / Bausback: „Vereinbarung großer Erfolg!“

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Bayerns Justizminister Prof. Dr. Winfried Bausback berichtet heute im Ausschuss für Verfassung, Recht und Parlamentsfragen des Bayerischen Landtags zur Vereinbarung zwischen Freistaat Bayern, Bund und Cornelius Gurlitt. Der Minister bei diesem Anlass: „Die einvernehmliche Lösung, die wir gemeinsam mit dem Bund und Herrn Gurlitt erreichen konnten, ist ein großer Erfolg – und zwar für alle Betroffenen. Die Botschaft, die von dieser Vereinbarung ausgeht, lautet: Die Erforschung der Herkunft der Bilder durch die Taskforce wird weitergehen – losgelöst vom Fortgang des strafrechtlichen Ermittlungsverfahrens!“

Der Minister weiter: „Damit sind zwei Dinge nun auch formal voneinander getrennt, die – und das habe ich immer betont – von Anfang an getrennt voneinander zu sehen waren: Auf der einen Seite das strafrechtliche Ermittlungsverfahren, das von der Staatsanwaltschaft Augsburg geführt wird und in dem die Regeln der Strafprozessordnung gelten und auch die Rechte von Herrn Gurlitt zu wahren sind. Auf der anderen Seite die Frage: Wie gehen wir mit den Bildern um? Hinter dieser Frage verbirgt sich eine weitere, übergeordnete Frage: Wie geht Deutschland mit seiner Verantwortung für die Aufarbeitung der Verbrechen des Nationalsozialismus um – und mit seinen Opfern?“

Bausback weiter: „Ich freue mich und erkenne ausdrücklich an, dass auch Herr Gurlitt sich der moralischen Dimension dieser Frage bewusst war und zu seiner moralischen Verantwortung steht. Diese Vereinbarung sichert die Arbeit der Taskforce jenseits des strafrechtlichen Ermittlungsverfahrens ab und stellt sie auf eine eigene Grundlage. Und diese Arbeit schafft schließlich die Grundlage dafür, dass auch und gerade Opfer des nationalsozialistischen Terrors ihre Rechte an Kunstwerken geltend machen können. Das lag mir von Anfang an besonders am Herzen. Das sollte allen besonders am Herzen liegen.“

Der Minister abschließend: „Ich habe von Anfang an gesagt: Es ist wichtig, dass mit Herrn Gurlitt geredet wird. Wir haben mit ihm geredet. Er hat mit sich reden lassen. Das Ergebnis ist: Einvernehmlich haben wir für die in Mitten stehenden Fragen für diesen konkreten Fall eine gute Antwort gefunden. Aber die grundsätzlichen Fragen bleiben. Die muss die Rechtspolitik lösen. Ich habe mit dem Kulturgut-Rückgewähr-Gesetz einen konkreten Vorschlag gemacht. Den gilt es jetzt umzusetzen. Es gibt keinen Grund, sich jetzt zurück zu lehnen! Wenn der nächste Kunstfund hochkommt und das deutsche Recht hat wieder keine Antworten, ist das durch nichts zu rechtfertigen!“

Quelle: stmj.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.