Erlangen:

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Nach einem Vierteljahr intensiver Beratung in den Fraktionen sowie in den Fachausschüssen haben die Mitglieder des Stadtrates am Donnerstag kurz vor Mitternacht den Kommunalhaushalt 2014 beschlossen – mit 26:22 Stimmen. Für das Budget mit einem Auszahlungsvolumen im Finanzhaushalt (mit Schuldendienst) von rund 344 Millionen Euro sprachen sich CSU, FDP, Freie Wähler, ÖDP und Einzelstadtrat Manfred Hopfengärtner aus.

Die erste Hälfte der achtstündigen Marathonsitzung stand ganz im Zeichen der drei großen Zukunftsprojekte Stadt-Umland-/Campus-Bahn, Frankenhof-Sanierung und Sporthallenneubau im Stadtosten. Die zentrale Frage dabei: Wie wirkt sich der Einstieg in deren Realisierung auf die städtische Finanzplanung der nächsten Jahre aus bzw. sind die Vorhaben überhaupt bezahlbar. Das wichtigste Ergebnis der Aussprache: Alle drei Projekte werden in Angriff genommen.

Nur eine knappe Mehrheit fand dabei die Entscheidung für den Bau einer Sporthalle auf dem Uni-Gelände an der Hartmannstraße. Sie soll künftig den Ansprüchen von Schulen und Vereinen, aber auch der möglichen Erstliga-Handballer von Zweitliga-Herbstmeister HC Erlangen genügen. Für einen Architektenwettbewerb stellte der Stadtrat 300.000 Euro im aktuellen Haushalt bereit. 2015 sollen weitere Mittel zur Verfügung stehen.

Nahezu einstimmig genehmigte das Gremium dagegen 250.000 Euro für einen weiteren Architekturwettbewerb, der der Sanierung bzw. dem Ausbau des Frankenhofs (Südliche Stadtmauerstraße) vorangehen muss. Ziel ist ein Haus für kulturelle Bildung und Freizeit.

Einigkeit zeigte der Stadtrat – bei unterschiedlicher Bewertung von Detailfragen – unterm Strich auch bei seiner Entscheidung in Sachen Stadt-Umland- bzw. Campus-Bahn. Eine Million Euro als Kompromisslösung stehen nun dieses Jahr für die Umsetzung der nächsten Planungsschritte zur Verfügung. Noch für diesen Monat kündigte Oberbürgermeister Siegfried Balleis ein Spitzengespräch mit seinem Nürnberger Amtskollegen Ulrich Maly und dem Landrat des Landkreises Erlangen-Höchstadt, Eberhard Irlinger, an. Dabei sollen offene Fragen erörtert und über die Gründung eines Zweckverbandes zur Realisierung des Vorhabens gesprochen werden.
In seinen Ausführungen unterstrich der OB noch einmal die grundsätzliche Unterstützung durch die Bayerische Staatsregierung. Klar sei, nur mit einer 90 %-Förderung, auch für Streckenabschnitte ohne eigenständige Gleiskörper, könne das Projekt finanziell gestemmt werden.
Die Gesamtkosten für Investitionen und Betrieb bezifferte Balleis für alle drei beteiligten Gebietskörperschaften auf mindestens 400 Millionen Euro über die Projektlaufzeit von 30 Jahren.

In seiner Etatrede unterstrich das Stadtoberhaupt anschließend u.a. den Willen des Stadtrates, Arbeitsschwerpunkte wie das Schulmodernisierungsprogramm und die Vision eines kinder- und familienfreundlichen Erlangen fortzusetzen. Balleis machte allerdings auch „Verschlechterungen“ des Haushalts gegenüber dem Entwurf deutlich, den Kämmerer Konrad Beugel im September vorgelegt hatte.

Neben einem Rückgang bei den Schlüsselzuweisungen und Veränderungen bei der Bezirksumlage machte der OB dafür vor allem kostenrelevante Anträge bzw. Beschlüsse des Stadtrates verantwortlich. Insbesondere die Schaffung von – gegenüber dem Verwaltungsentwurf mit 44,5 – zusätzlichen 7,5 Stellen führe zu erheblichen Neubelastungen allein im laufenden Jahr von über 700.000 Euro. So betragen die Personalaufwendungen der Stadt im Finanzhaushalt 2014 einschließlich Pensionsrückstellungen voraussichtlich 106 Millionen Euro.

Quelle: erlangen.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.