Berlin:

Um Frauen nach einer längeren familienbedingten Erwerbsunterbrechung beim
beruflichen Wiedereinstieg auch weiterhin zu unterstützen, verlängert das
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend das Modellprogramm
„Perspektive Wiedereinstieg“ bis Ende August 2014 und stellt dafür Mittel in Höhe
von zwei Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) zur Verfügung.

„Wir wollen Frauen beim Wiedereinstieg in den Beruf unterstützen. Ich freue mich
deshalb, dass es uns gelungen ist, zusätzliche ESF-Mittel bereitzustellen, damit
die erfolgreichen Projekte von Perspektive Wiedereinstieg fortgeführt werden
können“, sagte die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend,
Kristina Schröder. „Gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit können wir Frauen
beim Wiedereinstieg in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung helfen. Wir
werden die innovativen Online-Qualifizierungen weiter erproben und vor allem die
vorhandenen Strukturen und Netzwerke vor Ort aufrechterhalten“, so die
Bundesfamilienministerin.

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Das ESF-Programm „Perspektive Wiedereinstieg“ startete im März 2009. In einer
ersten Programmphase wurden bis Februar 2012 mehr als 17.000
Wiedereinsteigerinnen und Wiedereinsteiger aus der „Stillen Reserve“ informiert
und beraten, 4.660 Frauen wurden durch die Projektträger intensiv begleitet und
69 Prozent der Teilnehmerinnen mit abgeschlossenem Projektverlauf konnten
integriert werden. Die Konzepte, die sich in der Praxis besonders bewährt haben,
wurden zum 1. Januar 2013 von der Bundesagentur für Arbeit übernommen. Damit
finden Wiedereinsteigerinnen künftig bundesweit ähnlich gute
Unterstützungsbedingungen vor wie bisher nur an den Modellstandorten, sofern sich
Kooperationspartner finden, die für die Finanzierung der ersten
Orientierungsphase aufkommen.

Die Erfahrungen aus dieser ersten Programmphase haben gezeigt, dass vor allem
Frauen in Westdeutschland noch zu selten ein dauerhafter Wiedereinstieg nach
einer längeren Erwerbsunterbrechung gelingt. Statt einer qualifizierten,
vollzeitnahen Tätigkeit nehmen sie oftmals eine geringfügige (Teilzeit-)
Beschäftigung auf, die vor allem mit Blick auf eine eigenständige
Existenzsicherung und die Absicherung im Alter problematisch ist.

Hier setzt die zweite Programmphase des Modellprogramms an, die im März 2012
gestartet ist. Durch Aktivierung von (Ehe-) Partnern, Arbeitgebern,
Arbeitsagenturen und haushaltsnahen Dienstleistern sollen Frauen dabei
unterstützt werden, dass ein qualifikationsadäquater und möglichst vollzeitnaher
Wiedereinstieg auch nach einer längeren familienbedingten Erwerbsunterbrechung
gelingt. Insbesondere Frauen in akademischen Berufen haben beim beruflichen
Wiedereinstieg Schwierigkeiten. Daher wird in der zweiten Programmphase der
Wiedereinstieg von Akademikerinnen durch das Angebot passgenauer
Weiterbildungsmodule begleitet, die seit Mitte 2013 auch in Form von E-Learning
angeboten werden. Diese zweite Programmphase war ursprünglich bis zum 31.
Dezember 2013 begrenzt und wird nun bis Ende August 2014 verlängert. Dies
überbrückt die Zeit bis zum Start des neuen Modellprogramms in der kommenden
ESF-Förderperiode 2014 bis 2020. Das Bundesfamilienministerium plant in der
kommenden ESF-Förderperiode, die erfolgreiche Arbeit fortzusetzen und das
Modellprogramm mit neuen Bausteinen weiter zu entwickeln.

Das ESF-Modellprogramm ist mit seinen derzeit zehn Modellstandorten ein Baustein
des Aktionsprogramms „Perspektive Wiedereinstieg“ der Bundesregierung, das im
März 2008 gestartet wurde. Ein weiterer Baustein ist das Lotsenportal
www.perspektive-wiedereinstieg.de <http://www.perspektive-wiedereinstieg.de>. Das
vom Bundesfamilienministerium und der Bundesagentur für Arbeit gemeinsam
getragene Portal weist den Weg zu Beratungsangeboten und Programmen von Bund,
Ländern, Kommunen sowie Arbeitsagenturen. Neben Frauen, ihren Partnern und
Familien werden hier auch Unternehmen angesprochen.

Mit dem seit Mai 2011 auf dem Internetportal freigeschalteten
Wiedereinstiegsrechner www.wiedereinstiegsrechner.de
<http://www.wiedereinstiegsrechner.de> können Nutzerinnen und Nutzer den
persönlichen wirtschaftlichen Vorteil eines Wiedereinstiegs in den Beruf nach
einer längeren familienbedingten Erwerbsunterbrechung berechnen. Der
Wiedereinstiegsrechner verdeutlicht dass sich der Wiedereinstieg in eine
sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lohnt.

Das Aktionsprogramm „Perspektive Wiedereinstieg“ wurde 2013 mit dem United
Nations Public Service Award ausgezeichnet. Damit haben auch die Vereinten
Nationen die innovative Umsetzung einer politischen Idee durch die beiden
Kooperationspartner und ihr Netzwerk gewürdigt.

Quelle: bmfsfj.bund.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.