Berlin:

Staatssekretär Kloos: „Im Kampf gegen den Hunger muss auch
der Umgang mit Lebensmitteln in den Mittelpunkt gestellt werden“

kartoffel

Mehr als 840 Millionen Menschen weltweit hungern. Weitere zwei Milliarden Menschen leiden an Mangelernährung, weil ihnen wichtige Vitamine und Mineralstoffe fehlen. Neben ausreichender Nahrungsmittelproduktion muss zur Sicherung der Ernährung weltweit auch der Umgang mit Lebensmitteln in das Zentrum nationaler Politiken gestellt werden. Das fängt zum Beispiel bei Transport und Lagerung an, geht über die Weiterverarbeitung der Rohstoffe, Hygienestandards bis hin zu Wissen und Bildung über eine gesunde Ernährung. Mit einem neuen Projekt bei der UN-Welternährungsorganisation (FAO) will das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELV) Best Practice-Beispiele aus verschiedenen asiatischen und afrikanischen Ländern identifizieren, bei denen Ernährungsfragen umfassend in der Politikgestaltung berücksichtigt werden. Ziel des Projektes ist es, übertragbare Strategien für die Gestaltung übergreifender ernährungsbewusster Politikansätze zu erarbeiten. Anlässlich des Welternährungstages betonte der Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium, Dr. Robert Kloos: „Ernährungssicherung weltweit heißt nicht nur genügend landwirtschaftlich zu produzieren. Genauso wichtig ist der richtige Umgang mit Rohstoffen und Lebensmitteln. Das setzt zum Beispiel auch den Zugang zu sauberem Wasser und einer adäquaten Sanitär- und Gesundheitsversorgung voraus. Gesunde Menschen brauchen eine gesunde und zuverlässige Nahrungsmittelproduktion vom Acker bis auf den Teller. Hier fehlt es leider häufig an sektorübergreifenden Ansätzen, die neben der Landwirtschaft auch die weitere Verarbeitung und das Wissen über eine ausgewogene Ernährung berücksichtigen.“

Wirtschaftliches Wachstum in Entwicklungs- und Schwellenländern allein führe weder zu ausreichend Lebensmitteln, noch zu einer gesund ernährten Bevölkerung, so Kloos. Für eine gesunde Entwicklung müssen Kinder schon im Mutterleib sowie als Kleinkinder ausgewogen ernährt werden. Gerade für die körperliche und geistige Entwicklung ist Mangelernährung in frühkindlichem Stadium fatal, da diese Defizite auch im Laufe des Lebens nicht mehr aufgeholt werden können. In vielen Entwicklungsländern – vor allem in größeren Städten und Ballungsräumen – verändern sich die Ernährungsgewohnheiten der Menschen jedoch rapide. Aufgrund jahrelanger Mangelernährung ist die Gefahr dementsprechend groß, von einer Unterernährung in eine Über- bzw. Fehlernährungssituation zu geraten. Die Ergebnisse des neuen Projektes sollen in den Arbeiten des Welternährungsausschusses (CFS) berücksichtigt werden. Darüber hinaus sollen sie auch Ausgangspunkt für einen Dialog über ernährungsbewusste Programme in anderen UN-Organisationen sein. Auch im Rahmen der Post- 2015 Agenda für nachhaltige Entwicklung muss gesunde und ausgewogene Ernährung eine viel stärkere Rolle spielen als bisher.
Quelle: bmelv.bund.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.