Nürnberg:
Freistaat investiert 1,7 Millionen Euro in den Umbau des Natur-kundehauses im Tiergarten Nürnberg / Neues Informationsportal online unter www.bionicum.de

Im Nürnberger Tiergarten entsteht ein deutschlandweit einzigartiges Besucherzentrum, das sich mit den Geheimnissen der Tier- und Pflanzenwelt und deren Nutzung für technische Entwicklungen beschäftigt: das Bionicum, erläuterte der Bayerische Umweltminister Dr. Marcel Huber anlässlich des Beginns der nächsten Realisierungsschritte. Im Zuge der Maßnahmen wird das denkmalgeschützte Naturkundehaus im Tiergarten an die heutigen energetischen Anforderungen angepasst. Parallel dazu wird eine Bionik-Ausstellung entwickelt, die mit hochmodernen Elementen im Naturkundehaus die Zusammenhänge zwischen Natur und Technik anschaulich und erlebbar machen soll. In der interaktiven Ausstellung finden Kinder und Erwachsene Originalexponate, Experimente zum Mitmachen und spannende Hintergrundinformationen zur Bionik, zum Beispiel über das Wappentier des Bionicums, den Sandfisch. Die Haut der etwa 20 Zentimeter langen Eidechsenart ist kratzfester als Nylon, Glas, polierter Stahl und sogar Teflon. Die Eigenschaften der Sandfischhaut sollen nun in die Technik übertragen werden und können beispielsweise bei Spiegeln für Solaranlagen dafür sorgen, dass diese nicht mehr zerkratzen oder Staub und Sand nicht mehr haften bleiben. Insgesamt werden dafür 1,7 Millionen Euro eingesetzt. Huber: „Das Besucherzentrum wird spannend für Jung und Alt. Hier werden auf einzigartige Weise Natur, Forschung und Umweltbildung verbunden. Besucher können sich von der Faszination der Natur begeistern lassen und gleichzeitig wird die Wissenschaft zu neuartigen technischen Projekten inspiriert.“ Neben dem Besucherzentrum im Tiergarten mit Dauerausstellung und Workshops besteht das Bionik-Zentrum auch aus einer zweiten Komponente: einer wissenschaftlichen Begleitung. „Das Bionicum steht für Hightech-Umweltbildung und will damit die Jüngsten für die Wunderwelt von Natur und Technik gewinnen. In einer interaktiven Ausstellung wird ab Sommer 2014 jeder zur Forscherin oder zum Forscher. Das Bionicum zeigt, welche Schätze die Natur bereit hält und was die Technik daraus lernen kann“, unterstrich Huber. Bereits Ende 2012 wurden der Universität Erlangen-Nürnberg und der Technischen Hochschule Nürnberg im Rahmen des Projekts Bionicum etwa 3,4 Millionen Euro für Forschungszwecke zur Verfügung gestellt. Die Forschungsprojekte befassen sich mit der Übertragung effizienter Bewegungsmechanismen aus dem Tier- und Pflanzenreich in den Maschinenbau, wie das Projekt Ohm-Krabbler: In Zukunft sollen hochentwickelte Roboter Menschen in lebensbedrohlichen Situationen unterstützen und die Umwelt vor gefährlichen Substanzen schützen. Nach dem Vorbild der Spinnen, die für ihren Antrieb sowohl Muskeln als auch Hydraulik in ihren Beinen nutzen, soll das Projekt Ohm-Krabbler dazu führen, dass Roboter in Zukunft energieeffizienter und beweglicher werden.

Insgesamt stehen für das Bionicum rund acht Millionen Euro aus der Zukunftsinitiative „Aufbruch Bayern“ der Bayerischen Staatsregierung zur Verfügung. Eröffnet wird das Besucherzentrum voraussichtlich im Sommer 2014. Die Realisierung des Projekts Bionicum koordiniert das Bayerische Landesamt für Umwelt.

Details zur geplanten Ausstellung und zur Forschung am Bionicum finden Sie im neuen Informationsportal unter www.bionicum.de .

Quelle: Stmug.bayern.de

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LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.