Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes zum Flughafen Frankfurt



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Ramsauer: Ausbau des Frankfurter Flughafens bestätigt, aber beim Lärmschutz in der Nacht muss der Planfeststellungsbeschluss nachgebessert werden

Das Bundesverwaltungsgericht hat heute in Leipzig das Urteil zum Frankfurter Flughafen und dessen Nachtflugregelung verkündet. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer sagte, dass die Bundesregierung die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes mit Respekt zur Kenntnis nehme.

Ramsauer betonte, dass nach dem Urteil in Deutschland verstärkt über das Thema Lärmschutz diskutiert werden müsse:

„Für die Bundesregierung ist der Schutz der Anwohner von Flughäfen vor Fluglärm ein wichtiges Anliegen. Der Lärmschutz der Bevölkerung, insbesondere in der Nacht, hat zweifellos in der planerischen Abwägung einen großen Stellenwert. Insoweit hat die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts wichtige Hinweise zur Anwendung des Luftverkehrsgesetzes gegeben. Beim Lärmschutz in der Nacht muss die Planfeststellungsbehörde nachbessern. Ziel muss dabei sein, den größtmöglichen Ausgleich aller Interessen zu gewährleisten, damit der Flugbetrieb insgesamt akzeptiert wird.“

Zum weiteren Vorgehen auf Bundesebene sagte Ramsauer.

„Ohne eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur gibt es keine Investitionen und Arbeitsplätze, und damit letztendlich keinen Wohlstand im Land. Zu den nachteiligen Wirkungen eines Industriestandortes gehört leider auch der Lärm. Wichtig ist, dass im Umgang damit bestmögliche Kompromisse gefunden werden. Vermeidbarer Lärm muss vermieden werden. Unter diesem Aspekt werden wir auch die diesbezüglichen Aussagen des Flughafenkonzepts der Bundesregierung aus dem Jahr 2009 auf den Prüfstand stellen, das von der Großen Koalition verabschiedet wurde. Am 23. Mai treffe ich mich mit der „Initiative Luftverkehr“. Dort werde ich das Thema auf die Tagesordnung setzen. Denn klar ist: Lärmquelle ist das Luftfahrzeug. Lärmverursacher ist das Luftfahrtunternehmen. Lärmursache ist der Flughafen. Für einen wirksamen Lärmschutz müsse
n alle Beteiligten ihren Beitrag leisten – Politik und Luftverkehrswirtschaft. Leisere Flugzeuge, Schallschutzmaßnahmen, lärmabhängige Entgelte, Betriebskonzepte der Flughäfen oder eine auf Fluglärm abgestimmte Bebauungsplanung sind Maßnahmen, mit denen Lärmbelastung reduziert werden kann.“

Bei den Entscheidungsprozessen auf Landesebene sei insbesondere die Beteiligung der Bürger wichtig, so der Minister:

„Die Bürger sind oft sachkundig, gut informiert und haben sinnvolle Ideen und Anregungen. Die Politik hat die Verantwortung mit den Bürgern zu sprechen, ihnen zu erklären, warum etwas getan wird oder warum etwas nicht getan wird. Im Beteiligungsverfahren müssen alle Seiten ernsthaft nach Optimierungen und Lösungswegen suchen.“

Zur Diskussion um ein flächendeckendes, bundesweit einheitliches Nachtflugverbot sagte Ramsauer:

„Die Genehmigung des Flughafens und seiner Betriebszeiten obliegt den Landesbehörden. Es gibt regional unterschiedliche Gegebenheiten, zum Beispiel stark oder schwach besiedelte Gebiete. Wir können nicht alle regionalen Diskussionen über einen Kamm scheren. Es ist richtig, dass die Länder vor Ort festlegen, welche Betriebszeiten zulässig sind.“


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Von redaktion

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LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.