Berlin – Brüssel:

Am morgigen Freitag stimmt der Ständige Ausschuss für die Lebensmittelkette und die Tier­gesundheit (STALUT) in Brüssel über einen Vorschlag der EU-Kommission ab, der die Anwendungen der Pflanzenschutzmittelgruppe Neonikotinoide zum Schutz der Bienen europaweit einschränken soll. Da der Schutz der Bienenvölker für Deutschland hohe Priorität hat und der vorgelegte Entwurf der EU-Kommission das hohe Schutzniveau in Deutschland aufweichen würde, hat das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gravierende Bedenken gegen den Vorschlag.

Deutschland hatte bereits 2009 die Zulassung der Neonikotinoide zur Saatgutanwendung bei Mais und Getreide ausgesetzt und die Einfuhr, das Inverkehrbringen und die Aussaat von entsprechendem Saatgut verboten. Die EU-Kommission hat dies nicht hinreichend berücksichtigt. Für Deutschland hätte der Vorschlag der EU-Kommission zur Folge, dass die Saatgutbeizung für Wintergetreide und Mais zur Saatgutproduktion sowie bestimmte Spritzanwendungen von Neonikotinoiden wieder ermöglicht würden. Das Deutsche Bienenmonitoring hat aber gezeigt, dass das in Deutschland geltende Verbot seither zu einem deutlich besseren Schutz der Bienen geführt hat. Bienenschäden wie 2008 im südlichen Rheintal – damals verursacht durch gebeizten Mais zur Saatgutproduktion – wurden seither nicht mehr beobachtet.

Nach Ansicht des Bundeslandwirtschafts­ministeriums widerspricht es dem Bienenschutz, wenn die EU-Kommission die wissenschaftlich belegten Erfahrungen ignoriert. Deutschland setzt sich deshalb dafür ein, dass die EU-Kommission den Vorschlag auf Grundlage der wissenschaftlichen Erkenntnisse nachbessert und risikobasiert vorgeht. Diese wissen­schaftlichen Erkenntnisse belegen auch, dass für Raps und Zuckerrüben mit strengen Auflagen bestimmte Anwendungen von Neokotinoiden ohne ein höheres Risiko für Bienen möglich sind. Seit 2009 wurde kein einziger Schadensfall bei Bienen dokumentiert. Für die deutsche Positionierung ist entscheidend: Wenn bei der Anwendung von Neonikotinoiden in bestimmten Kulturen tatsächliche Risiken für Bienen und andere Bestäuberinsekten wie Wildbienen und Hummeln bestehen, sind EU-weite Maßnahmen für einen hohen Schutz der Bienen gerechtfertigt und erforderlich. Grundsätzlich unterstützt Deutschland das Vorhaben der EU-Kommission, den Schutz der Bienen im Zusammenhang mit der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln zu stärken. Bienenvölker, Wildbienen und andere nützliche Bestäuber sind unersetzlich, sie leisten einen wichtigen Beitrag für den Erhalt unserer Kulturlandschaft und Ökosysteme.

Quelle:bmelv.bund.de

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Von redaktion

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LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.