Berlin:
Bundesministerin Aigner eröffnet das Zukunftsforum Ländliche Entwicklung

Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner hat am Mittwoch auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin das sechste Zukunftsforum Ländliche Entwicklung eröffnet, bei dem über 900 Teilnehmer aus ganz Deutschland der Frage nachgehen, wie man das Leben und Arbeiten auf dem Land dauerhaft attraktiv gestalten kann. „Unser Ziel ist klar: Wir wollen die ländlichen Räume erhalten und sie vital und lebenswert gestalten. Den ländlichen Raum für das digitale Zeitalter fit zu machen, die Chancen der Energiewende zu nutzen und die regionale Wertschöpfung stärken, das sind große Herausforderungen, denen wir uns stellen“, sagte Aigner. Für die unterschiedlichen Regionen sind individuelle und differenzierte Entwicklungs- und Förderstrategien notwendig, die auf die jeweilige Region ausgerichtet sind. Das gilt vor allem für Regionen, die überdurchschnittlich vom demografischen Wandel betroffen sind. „Wir richten unser Augenmerk gezielt auf Regionen mit einer ungünstigen Alters- und Wirtschaftsstruktur und verstehen den demografischen Wandel auf dem Land als Gesamtaufgabe, die nicht an Zuständigkeitsgrenzen Halt macht. Vitale und lebenswerte ländliche Räume gibt es nur, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Deshalb packen wir gemeinsam an“, sagte Aigner.

Zu den zentralen Maßnahmen im ländlichen Raum zählen die Dorfentwicklung und die interkommunale Zusammenarbeit, mit der die EU, Bund, Länder und Kommunen Impulse für attraktive und lebenswerte Dörfer setzen. Von 2007 bis 2011 wurden so in rund 8.000 Dörfern Projekte mit einem Investitionsvolumen von über zwei Milliarden Euro unterstützt. „Nur mit attraktiven Dörfern, die mehr sind als bloße Schlafstätten, können wir lebenswerte ländliche Regionen erhalten“, sagte Aigner. Entscheidend ist auch der Ausbau der Breitbandversorgung. „Mehr als zwei Drittel der Deutschen halten den Ausbau schneller Internetverbindungen auf dem Land für wichtig oder sehr wichtig. Für junge Familien oder Unternehmen ist ein schneller Internetzugang heute ebenso selbstverständlich wie Wasser oder Strom“, sagte Aigner.

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Bei der Schaffung von Arbeitsplätzen und Wertschöpfung in den Regionen kommt zudem der Energiewende eine besondere Rolle zu. Allein die Gewinnung von Biogas sichert in Deutschland über 30.000 Arbeitsplätze. Dass die Energieerzeugung auch die Dorfentwicklung voranbringen kann, zeigt der Wettbewerb „Bioenergiedörfer 2012“, der besonders gelungene Nutzungskonzepte für Bioenergie im dörflich-ländlichen Raum auszeichnet. „Mittlerweile gibt es in ganz Deutschland über 300 Bioenergiedorf-Ansätze. Diese Entwicklung zeigt, welches Potenzial regionale Energieerzeugung aus Biomasse hat. Ich bin überzeugt: Wenn wir die Energiewende engagiert anpacken, können wir einen wichtigen Beitrag für vitale und lebenswerte ländliche Räume leisten und die Regionen werden auch in Zukunft von der Energiewende profitieren“, sagte Aigner. Zur Stärkung der Strukturen und der Wirtschaftskraft in den ländlichen Räumen trägt auch die Kennzeichnung von regionalen Lebensmitteln bei.

Hintergrundinformationen zum Zukunftsforum
Das 6. Zukunftsforums Ländliche Entwicklung wird vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz veranstaltet und findet am 23. und 24. Januar 2013 im Internationalen Congress Center Berlin statt. Mit dem breit gefächerten Programm der 23 Begleitveranstaltungen, die von der ärztlichen Versorgung über die Beteiligung der Landjugend bis hin zum kulturellen Handeln auf dem Land reichen, verspricht das Zukunftsforum viele interessante Diskussionen. Das Zukunftsforum steht im engen Zusammenhang mit der Halle 4.2, die sich mit einer neuen Gemeinschaftsschau „Lust aufs Land – gemeinsam für die ländlichen Räume“ präsentiert und die Vielfalt der ländlichen Regionen, ihre Attraktivität als Wohn- und Arbeitsort sowie ihre Leistungen für die Gesellschaft darstellt. Dort werden Elemente eines typischen Dorfbildes mit Marktplatz, Kirche, Gasthaus, Dorfladen und Landwirtschaft zu sehen sein. Bei der Deutschen Vernetzungsstelle für Ländliche Räume (DVS) kann man sich über die Energiegewinnung auf dem Dorf, Vulkane in der Eifel, Bio-Höfe in Brandenburg, den demographischen Wandel und seine Folgen informieren.

Weitere Informationen finden Sie unter www.zukunftsforum-laendliche-entwicklung.de. Grafische Landkarten mit Informationen rund um die ländlichen Räume, unter anderem zu den Themen Bodennutzung, erneuerbare Energien, demografischer Wandel, Breitbandversorgung oder Landurlaub, gibt es unter www.bmelv.de/infografiken. <http://www.bmelv.de/infografiken.%20%20>

Quelle: bmelv.bund.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.