München:

Bayerns Justizministerin Beate Merk: „Instrumente des Jugendstrafrechts nutzen und weiter ausbauen“

Aus Anlass der tödlichen Prügelattacke auf den
gestern in Berlin bestatteten Jonny K. hat Bayerns
Justizministerin Dr. Beate Merk gefordert, das Instrumentarium,
das das Jugendstrafrecht bietet, um auf jugendliche
Intensivtäter zu reagieren, besser zu nutzen und weiter
auszubauen. „Der entsetzliche Vorfall erschüttert
durch seine Brutalität und den blanken Hass, der hier
zum Ausdruck kommt“, so Merk. „Wir dürfen die Augen
nicht davor verschließen, dass es in den letzten Jahren
immer wieder zu solchen Fällen gekommen ist, in denen
Brutalität und Gewalt bei Jugendlichen eine neue Dimension
erreichen.“ Hierauf müsse das Jugendstrafrecht angemessen
reagieren.

„Dabei geht es nicht
darum, gleichsam reflexartig härtere Jugendstrafen
zu fordern“, so Merk. „Wir haben hier in den letzten
Jahren, auch auf Forderung Bayerns hin, bereits viel
erreicht, so zum Beispiel die Einführung des Warnschussarrests
für jugendliche Straftäter. Es reicht aber nicht,
dass dieses flexible Instrumentarium im Gesetzblatt
steht. Es muss auch konsequent genutzt werden, um auf
jugendliche Intensiv- und Gewalttäter einzuwirken.
Und: Damit beispielsweise der Warnschussarrest in der
Praxis wirken kann, brauchen wir auch die notwendige
Zeit.“ Merk forderte in diesem Zusammenhang erneut,
die Höchstdauer des Arrests von derzeit 4 Wochen auf
3 Monate zu verlängern und in dieser Zeit intensiv
mit den Jugendlichen zu arbeiten. „Der frühzeitige
‘Schuss vor den Bug‘ kann nur dann wirken, wenn
er bei den Jugendlichen auch ankommt. 4 Wochen reichen
dafür schlicht nicht aus.“

 
Quelle: stmj.bayern.de

 

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.