München:
„Justizministerin Beate Merk: „Wir brauchen dringend weiter die Möglichkeit, hochgefährliche, psychisch gestörte Gewalt- und Straftäter auch nachträglich noch unterbringen zu können!“

 

Bayerns Justizministerin Dr. Beate Merk appelliert
an den Deutschen Bundestag, den Gerichten die Möglichkeit
zu erhalten, gegen hochgefährliche, psychisch gestörte
Sexual- und Gewaltstraftäter auch nach ihrer Verurteilung
und Verbüßung ihrer Haftstrafe die nachträgliche
Unterbringung anordnen zu können. „Es gibt – wenige,
aber hochbrisante – Fälle, in denen sich die Gefährlichkeit
eines Straftäters erst während des Vollzugs der Strafe
zeigt“, so Merk. „Wenn das Gesetz zur Reform der Sicherungsverwahrung,
das die Bundesregierung im März vorgelegt hat, so
ins Gesetzblatt kommt wie es derzeit ist, werden unsere
Staatsanwälte zukünftig keine Möglichkeit mehr haben,
in solchen Fällen eine Unterbringung zu beantragen!“

 

Nach
dem im Mai vorgelegten Entwurf eines Bundesgesetzes
zur bundesrechtlichen Umsetzung des Abstandsgebotes
im Recht der Sicherungsverwahrung soll die nachträgliche
Unterbringung völlig abgeschafft werden. Merk: „Was
aber geschieht in Zukunft mit hochgefährlichen, psychisch
gestörten Straftätern, bei denen sich erst während
der Haft der hohe Grad der Gefährlichkeit ergibt?“

 

Auch
der Bundesrat hatte sich am 11. Mai 2012 für die Beibehaltung
der Möglichkeit einer nachträglichen Unterbringung
in solchen Fällen ausgesprochen. Die Bundesregierung
hatte daraufhin zugesagt, dies zu prüfen. „Die Entscheidung
liegt jetzt beim Deutschen Bundestag“, so Merk. „Ich
appelliere an den Gesetzgeber, zum Schutz der Menschen
alle Möglichkeiten zu nutzen, die uns das Bundesverfassungsgericht
lässt – und dazu gehört auch die Möglichkeit einer
nachträglichen Unterbringung!“

Quelle: stmj.bayern.de

 

 

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.