München:

Übersicht über die Inanspruchnahme von Beratungshilfe im Jahr 2011 / „Über 9 Millionen Euro allein in Bayern“

Bayerns Justizministerin Dr. Beate Merk erklärt
im Zusammenhang mit der vom Bundesamt für Justiz mitgeteilten
Übersicht über die Inanspruchnahme von Beratungshilfe
im Jahr 2011: „Letztes Jahr gab es bundesweit über
900.000 Anträge (2010: über 970.000) auf Beratungshilfe.
Allein bei den bayerischen Amtsgerichten haben die
Menschen 88.646 mal (2010: 99.927 mal) Beratungshilfe
beantragt – und in fast 90 % der Fälle (2010: in knapp
über

90 % der Fälle) auch bekommen. Damit
haben wir im letzten Jahr nur im Frei-staat für die
Beratungshilfe 9.361.075,13 EUR (2010: 10.060.955,49
EUR) ausgegeben – bundesweit waren das über 81. Mio.
EUR (2010: über 85 Mio. EUR).“

 

Beratungshilfe
können Rechtssuchende außerhalb eines gerichtlichen
Verfahrens bei den jeweils zuständigen Amtsgerichten
erhalten, wenn sie die Mittel für die Inanspruchnahme
eines Rechtsanwalts nicht selbst aufbringen können.
Mit einem sog. Beratungshilfeschein können sie einen
Rechtsanwalt ihrer Wahl aufsuchen, der sie berät und
ggf. (außer in Strafsachen) außergerichtlich gegenüber
der gegnerischen Partei oder einer Behörde vertritt.
Der Rechtsanwalt rechnet seine Kosten für die Beratung
dann gegenüber dem Amtsgericht ab und erhält seine
Vergütung aus der Landeskasse.

 

Merk
abschließend: „Beratungshilfe ist wichtig. Sie öffnet
auch den Menschen, die dies aus eigener Tasche sonst
nicht bezahlen könnten, die Tür zu einem Rechtsanwalt,
wenn sie rechtliche Beratung brauchen. Andererseits
gebietet es die Gerechtigkeit und der sparsame Umgang
mit öffentlichen Geldern, Missbräuche in diesem Bereich
zu verhindern und dafür zu sorgen, dass die kostenlose
Beratung gerade bei dem ankommt, der sie wirklich benötigt.
Einen entsprechenden Gesetzentwurf des Bundesjustizministeriums
werden wir in der nächsten Woche im Bundesrat beraten.“

 
Quelle: stmj.bayern.de

 

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.