München:
Bayerns Justizministerin Merk fordert Kronzeugenregelung gegen Doping / „Nur so können wir die Szene wirklich knacken!“

Nach dem Schlussstrich der Staatsanwaltschaft Freiburg
unter die Ermittlungen in der Doping-Affäre rund um
das Radsport-Team Telekom/T-Mobile fordert Bayerns
Justizministerin Dr. Beate Merk dringend eine Verbesserung
der Instrumente zur besseren Bekämpfung des Doping:
„Die ernüchternden Worte des zuständigen Oberstaatsanwalts
sind geradezu ein Hilfeschrei nach besseren gesetzlichen
Handhaben, um des Doping-Sumpfs Herr zu werden“, so
Merk. „Wenn gesagt wird, dass Profis mitgeteilt hätten,
dass man ohne Doping im Radsport keine Chance habe,
die Ermittlungen aber ganz überwiegend eingestellt
werden mussten, weil sich die Szene erfolgreich abschottet,
dann braucht man dringend ein wirksames Mittel, um
den Sumpf  trocken zu legen“, so Merk. „Die richtige
Handhabe, um die Szene zu knacken und die Mauer des
Schweigens zu brechen, ist eine Kronzeugenregelung
– kombiniert mit der Strafbarkeit des dopenden Sportlers
selbst ab dem Besitz des ersten Milligramms. Ich bin
zuversichtlich, dass dies die Aussagebereitschaft deutlich
erhöhen wird.“

Merk weiter: „Das
Freiburger Beispiel zeigt auch ganz deutlich: Ohne
bessere rechtliche Instrumente erreicht auch eine gut
aufgestellte Schwerpunktstaatsanwaltschaft irgendwann
den Punkt, an dem sie nicht weiter kommt. Das wissen
wir in München schon lange ! Wenn uns deshalb immer
wieder entgegen gehalten wird, mit einer guten Schwerpunktstaatsanwaltschaft
bräuchte man kein Gesetz, so ist das spätestens jetzt
eindeutig widerlegt.“

 

Die Ermittlungen
der Staatsanwaltschaft Freiburg gegen Mitglieder und
Ärzte des Teams Telekom wurden in dieser Woche abgeschlossen.
Sie endeten in einem Strafbefehl gegen einen früheren
Arzt des Teams. Die Ermittlungen gegen einen mitbeschuldigten
Arzt mussten eingestellt werden. Gegen die Sportler
bestand keine rechtliche Handhabe. Justizministerin
Merk hat einen Gesetzentwurf vorgelegt, der u.a. die
Besitzstrafbarkeit des dopenden Sportlers selbst ab
dem ersten Milligramm, die klare Strafbarkeit des Eigenblutdoping
sowie eine Koronzeugenregelung vorsieht.

 

Der
aktuelle Gesetzentwurf ist im Internet unter http://www.justiz.bayern.de/imperia/md/content/stmj_internet/ministerium/ministerium/gesetzgebung/gesetzentwurf_arzneimittelgesetz.pdf
abrufbar.

 

 

 

 
Quelle: stmj.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.