Berlin:
Aigner: „Position der Bürger wurde in vielen Marktbereichen gestärkt“

Die Lage der Verbraucher in Deutschland hat sich in den vergangenen Jahren positiv entwickelt – sowohl was die Zufriedenheit der Verbraucher betrifft, als auch den Zugang zu Märkten und die Transparenz. Gefragt nach der Qualität und den Preisen von Produkten und Dienstleistungen und ihren Verbraucherrechten fühlen sich 76 Prozent der Verbraucher ausreichend informiert. Zu diesem Ergebnis kommt das heute am Rande der Verbraucherministerkonferenz in Hamburg von Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner vorgelegte Gutachten zur „Lage der Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland“. Mit dem Gutachten liegt erstmals ein wissenschaftlich fundiertes, marktübergreifendes Kompendium der wichtigsten Konsumbereiche vor: Die in ihrem Umfang bisher einmalige Untersuchung beleuchtet sechs Konsumbereiche, aufgefächert in 18 konkrete Teilmärkte. Laut Gutachten ist das Vertrauen der Bürger in die Märkte deutlich stärker ausgeprägt als das Misstrauen – die durchschnittliche Verbraucherzufriedenheit sei als positiv anzusehen. Eine Leitfrage des Gutachtens war, ob die Märkte für Verbraucherinnen und Verbraucher zugänglich und transparent sind.

„Die Ergebnisse sehe ich als Beleg für eine erfolgreiche Verbraucherpolitik. Es ist uns gelungen, die Position der Verbraucher in entscheidenden Marktbereichen zu stärken – aber auf diesen Erfolgen werden wir uns nicht ausruhen“, kommentierte Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner das Gutachten, das von dem Wirtschaftsforschungs- und Beratungsunternehmen Prognos erstellt wurde. „Die Erkenntnisse sind wertvoll – sie werden dazu beitragen, in Zukunft noch besser und zielgenauer auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Verbraucherinnen und Verbraucher eingehen zu können.“

Das Gutachten umfasst eine systematische Analyse der Lage der Verbraucher in den sechs Konsumbereichen Güter des täglichen Bedarfs, Finanzen und Versicherungen, Medien und Telekommunikation, Energie, Gesundheits- und Pflegemärkte sowie Mobilität. Bestandteile der Untersuchung waren eine Literaturanalyse, eine bundesweite repräsentative Verbraucherbefragung sowie vertiefende Interviews mit Wissenschaftlern, Marktanalysten, Verbraucherverbänden sowie Vertreterinnen und Vertretern der Unternehmen, des Handels, öffentlicher Institutionen und Schlichtungsstellen.

Aus Sicht der Gutachter ist es Aufgabe der Verbraucherpolitik, einen aktiven Beitrag zur Sicherheit und Selbstbestimmung zu leisten. Dies entspricht dem eingeschlagenen Weg der Verbraucherpolitik des Bundesverbraucherministeriums. Aigner erinnerte daran, dass die Bundesregierung durch eine Vielzahl an Maßnahmen die Verbraucherinnen und Verbraucher gestärkt habe – sei es durch Rechtsetzung zum Schutz der Gesundheit, durch konkrete Vorgaben für eine verbraucherfreundliche Informationsgestaltung oder eine generelle Stärkung der Verbraucherbildung. So seien strenge Anforderungen an Spielzeug, die Button-Lösung zum Schutz vor Abofallen, der Beipackzettel für Finanzprodukte, die Initiative Verbraucherbildung und jüngst die Novelle des Verbraucherinformationsgesetzes beispielhafte Maßnahmen zum Schutz und zur Selbstbestimmung der Verbraucher

„Das Gutachten ist eine Bestätigung unseres Kurses einerseits, andererseits aber auch eine Motivation für neue Vorhaben“, sagt Aigner. „Wir müssen stetig daran arbeiten, allen Verbrauchern unabhängig von ihrer sozialen oder ökonomischen Situation oder ihrem Bildungsstand ein selbstbestimmtes Handeln zu ermöglichen.“ Hierzu liefert das Gutachten wichtige Anregungen und Hinweise, wo bereits eine solide Marktposition der Verbraucher existiert und in welchen Bereichen noch Defizite vorliegen. Das Bundesverbraucherministerium wird die Ergebnisse des Gutachtens mit Fachkreisen aus Politik, Verbänden und Verbraucherforschung diskutieren und dabei unter anderem erörtern, welche Auswirkungen die demographische Entwicklung der Bevölkerung und sich daraus ergebende spezifische Lebenslagen für die Verbraucherpolitik haben.

Quelle: bmelv.de

Von redaktion

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LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.