München:

Bayerns Justizministerin Dr. Beate Merk weist die
aktuelle Kritik der Organisation Dignitas an dem gestern
verabschiedeten Gesetzentwurf zur gewerblichen Suizidbeihilfe
entschieden zurück. „Wir müssen der organisierten
Suizidbeihilfe wie beispielsweise Dignitas sie betreibt,
einen Riegel vorschieben“, so Merk. „Es macht eben
einen entscheidenden Unterschied, ob der Tod gleichsam
als Dienstleistung auf dem Markt angeboten wird oder
nicht. Denn damit wird Menschen ein scheinbar schneller
Ausweg suggeriert, den sie bei entsprechender Beratung,
wirklicher menschlicher Zuwendung und Sorge möglicherweise
nicht wahrgenommen hätten“, so Merk. Dignitas argumentiert,
das Gesetz sei verfassungswidrig, denn wenn Beihilfe
zum Suizid grundsätzlich zulässig sei, könne er
nicht verboten werden, wenn er gewerbsmäßig stattfinde.

Merk
weiter: „Die weitere Argumentation von Dignitas, sie
erziele überhaupt keine Gewinne und betreibe schon
deswegen keine gewerbliche Sterbehilfe, zeigt aber
auch, dass der Gesetzentwurf in einem Punkt dringend
der Nachbesserung bedarf: Es ist absehbar, dass Organisationen
wie Dignitas auf genau die gleiche Weise in späteren
Strafprozessen argumentieren werden. Wenn es aber entscheidend
auf die Gewerblichkeit ankommt, wie das der Gesetzentwurf
immer noch vorsieht, bietet der Straftatbestand deshalb
Schlupflöcher, die es unseren Staatsanwälten erschweren
werden, ihn vor Gericht zu beweisen. Wir müssen die
Strafbarkeit deshalb auf jegliche organisierte geschäftsmäßige
Sterbehilfe ausdehnen.“

 

Außerdem
lehnte Merk erneut die nach wie vor vorgesehene Straflosigkeit
für Ärzte ab. „Anders als Angehörige, die sich in
einer schwierigen Konfliktsituation befinden, muss
man Ärzten zumuten, mit diesem Konflikt professionell
umzugehen“, so Merk.
Quelle:stmj.bayern.de

 

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.