Berlin:

Hightech im Weinberg
Bundeslandwirtschaftsministerium fördert Forschungsprojekt mit unbemannten Hubschraubern zur Bewirtschaftung von Steillagen
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Um Weinreben in Steillagen künftig noch effektiver und schonender vor Schädlingen zu schützen, fördert das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz die Erforschung neuer Technologien. Ziel des Förderprojektes an der Mosel ist es, einen unbemannten Kleinhubschrauber für die zielgenaue Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln zu entwickeln. „Weinberge in Steillagen bringen nicht nur hervorragende Weine hervor, sondern sind auch Lebensraum für zahlreiche Tiere und Pflanzen. Sie prägen die einzigartige Kulturlandschaft entlang deutscher Flüsse und tragen maßgeblich zur touristischen Attraktivität der Regionen bei. Damit der Weinbau in diesen schwer zu bewirtschaftenden Lagen weiterhin Zukunft hat, brauchen die Erzeuger neue Entwicklungen und Technologien, die den wirtschaftlichen und ökologischen Anforderungen der heutigen Zeit gerecht werden“, sagte Peter Bleser, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundeslandwirtschaftsministerin, am Mittwoch bei der Übergabe der Förderbescheide in Bernkastel-Kues.

Zurzeit erfolgt der Pflanzenschutz von rund 3.000 Hektar Steillagenweinbergen mit bemannten Hubschraubern aus der Luft. „Mit dem Einsatz von unbemannten Kleinhubschraubern wollen wir die Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln qualitativ und wirtschaftlich verbessern. Wir wollen die technischen Vorraussetzungen schaffen, damit diese umweltschonende und zielgenaue Technologie schon bald in allen Steillagen zum Einsatz kommen kann“, sagte Bleser.

Die modernen, unbemannten Hubschrauber können tiefer und präziser über die Weinberge fliegen und belasten dadurch die Umgebung weniger mit Lärm und Abdrift. Darüber hinaus ist zu erwarten, dass Pflanzenschutzmittel mit dieser Technik zielgenauer und effektiver als mit herkömmlichen Hubschraubern auf die Weinreben aufgebracht werden können und so ein besserer Schutz durch ein umweltschonenderes Verfahren erzielt wird. Um die neuen Geräte zur Marktreife zu bringen, besteht jedoch noch Forschungsbedarf. Neben der dreidimensionalen Kartierung der Steillagen und der entsprechend technischen Umsetzung der Flug- und Spritzmöglichkeiten muss auch das Problem von unerwarteten Windstößen und der hohen zu befördernden Lasten gelöst werden. „Mit der Entwicklung neuer Technologien tragen wir maßgeblich zum Erhalt der Weinbausteillagen bei, die nicht nur wirtschaftlich, sondern auch landeskulturell und touristisch eine große Bedeutung haben. Das Projekt zeigt, wie wir mit der Förderungen von Forschung und Know-how gerade auch in kleinteiligen Gebieten einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Kulturlandschaft und zur Erleichterung der Bewirtschaftung leisten können“, sagte Bleser.

Hintergrundinformationen zum Forschungsprojekt
Das Forschungsprojekt „Entwicklung eines unbemannten Hubschraubers als umweltschonendes und abdriftminderndes Rebschutz-Applikationsgerät für den Steillagenweinbau“ ist ein Verbundprojekt des Dienstleistungszentrums Ländlicher Raum Mosel, des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, der Firma CAD+Modelltechnik Jung und der Laserpluss Aktiengesellschaft. Es hat eine Laufzeit von drei Jahren. Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz unterstützt das Vorhaben mit rund 800.000 Euro aus seinem Programm zur Innovationsförderung. Projektträger ist die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung.

Für die Anwendung mit Luftfahrzeugen dürfen nur noch solche Pflanzenschutzmittel genehmigt werden, die beispielsweise für den Schutz der Kulturpflanze Wein unbedingt notwendig sind, wenn also keine praktikablen Bekämpfungsalternativen vorhanden sind. Risiken für die menschliche Gesundheit und den Naturhaushalt müssen für die Anwendung mit Luftfahrzeugen in besonderer Weise geprüft werden. Die Pflanzenschutzmittel müssen daher für die Anwendung mit Luftfahrzeugen vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zugelassen oder genehmigt sein. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) entscheidet dabei im Benehmen mit dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), dem Julius Kühn-Institut (JKI) und dem Umweltbundesamt (UBA).

Quelle: bmelv.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.