München:
„Datenschutzrechtliche Probleme lassen sich lösen“

Bayerns Justiz- und Verbraucherschutzministerin
Dr. Beate Merk fordert eine gesetzliche Ermächtigung
für die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
(BaFin), bei Banken Testberatungen durchzuführen.
„Wir brauchen hier rasch eine gesetzliche Grundlage“,
so Merk. „Denn in der Praxis stellen wir leider immer
wieder fest, dass sich Banken bei der Beratung nicht
an die gesetzlichen Verpflichtungen zum Schutz der
Kunden halten. Testberatungen durch die BaFin wären
ein wirksames Mittel, um dies aufzudecken und die schwarzen
Schafe zu outen – oder umgekehrt festzustellen, welche
Banken sich an die Beratungspflichten halten! Hierfür
muss die Politik aber die notwendigen Voraussetzungen
schaffen.“

Merk fordert bereits
seit längerem die Möglichkeit einer Testberatung
durch die BaFin. Am Wochenende hatte ein Sprecher des
Bundesfinanzministeriums nun erklärt, die Bundesregierung
werde eine entsprechende Regelung prüfen, wobei allerdings
noch verfassungsrechtliche Fragen insbesondere des
Datenschutzes und der Grundrechte der Bankberater zu
klären seien. „Diese Probleme ließen sich aber leicht
und rasch dadurch lösen, dass man die Möglichkeit
eröffnet, dass sich Banken freiwillig Testberatungen
unterwerfen, wie dies auch der Bundesrat auf bayerischen
Antrag in seiner Stellungnahme zum Gesetz zur Stärkung
der deutschen Finanzaufsicht vom 15. Juni 2012 bereits
beschlossen hat“, so Merk. „Ich fordere die Bundesregierung
auf, dies als Vorbild für eine gesetzliche Regelung
zu nehmen.“

 

Merk erwartet sich von
einer freiwilligen Testberatung die gleiche Wirkung
wie von einer gesetzlichen Verpflichtung. Zugleich
würden aber verfassungsrechtliche Probleme vermieden.
„Wer sich freiwillig den Tests der BaFin unterwirft,
zeigt, dass ihm die Belange seiner Kunden und eine
hohe Dienstleistungsqualität im Einklang mit den gesetzlichen
Vorschriften wichtig sind“, so Merk. „Deshalb gehe
ich davon aus, dass Banken, die auf ihren guten Ruf
Wert legen, sich den Testberatungen freiwillig stellen
werden.“
Quelle:stmj.bayern.de

 

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.