Berlin: 


Neue Biogas-Forschungsanlage in Leipzig geht in Betrieb

Die Bioenergie macht in Deutschland bereits heute knapp 70 Prozent des Aufkommens aller erneuerbaren Energien aus. Mehr als 14 Prozent des erneuerbaren Stroms und fast zwölf Prozent der erneuerbaren Wärme werden derzeit aus Biogas gewonnen. Neue Forschungsmöglichkeiten gibt es in diesem Bereich ab heute im Deutschen Biomasseforschungszentrum (DBFZ) in Leipzig, wo Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner eine neue Forschungsbiogasanlage in Betrieb genommen hat. „An einer verstärkten Nutzung von Biomasse und Biogas führt kein Weg vorbei, wollen wir die Energiewende zum Erfolg führen. Gerade Biogas ist vielfach einsetzbar und leistet einen wichtigen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz in Deutschland. Um das Potenzial der Biogasproduktion voll auszuschöpfen, brauchen wir intensive Forschung. Nur so können wir Verbesserungsmöglichkeiten erkennen und umsetzen“, sagte Aigner am Freitag in Leipzig.

„Biogas ist mittlerweile ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, der Wertschöpfung und Einkommen schafft. Dauerhaft kann die energetische Nutzung von Biomasse aber nur etabliert werden, wenn sie ökonomisch tragfähig, ökologisch unbedenklich und sozial verträglich erfolgt“, sagte Bundesministerin Aigner. Aus diesem Grund will das Bundeslandwirtschaftsministerium die Forschung im Bereich der Bioenergie künftig noch stärker fördern und damit auch neue Wege für die Ökologisierung der Landwirtschaft aufzeigen. „Anstatt sieben Prozent der Ackerflächen stillzulegen, wie es die EU-Kommission gegenwärtig plant, sollten wir stärker auf alternative Energiepflanzen setzen. Damit schaffen wir ökologisch wertvolle Flächen und neue Lebensräume für Wildtiere, ohne die größte Herausforderungen der Landwirtschaft – nämlich die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln und nachhaltiger Energie – aus den Augen zu verlieren“, sagte Aigner.
Hintergrund zum DBFZ und zur neuen Biogasforschungsanlage
Das Deutsche Biomasseforschungszentrum forscht entlang der gesamten Nutzungskette von der Produktion über die Bereitstellung bis zur Nutzung von Biomasse nach neuen Konzepten und technischen Lösungen. Die neue Forschungsbiogasanlage ergänzt die umfangreiche Laborausstattung des DBFZ und ermöglicht es, Erkenntnisse aus dem Labor künftig direkt in der Praxis zu erproben. Außerdem können neue Technologien unter genau definierten Bedingungen mit kalibrierter Messtechnik evaluiert werden. Bislang hat das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz das DBFZ bereits mit über 6,3 Millionen Euro unterstützt. Für den Bau der Biogas-Forschungsanlage hat die Bundesregierung weitere 2,7 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II zur Verfügung gestellt.

Quelle: bmelv.bund.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.