München
Bayerns Justizministerin Dr. Beate Merk kritisiert
in einigen zentralen Punkten die für heute erwartete
Regelung zum Sorgerecht lediger Väter:

Der
Grundgedanke, dass eine gemeinsame Sorge auf Antrag
des Vaters durch das Familiengericht begründet werden
kann, wenn dies dem Kindeswohl nicht widerspricht,
sei zwar zutreffend. Hierdurch würden Entscheidungen
des Bundesverfassungsgerichts und des Europäischen
Gerichtshofs für Menschenrechte umgesetzt.

 

„Der
Blick aufs Detail erfüllt mich aber mit großer Sorge“,
so Merk. „Hier wird ein Verfahren nach Schema F eingeführt,
das der Bedeutung des Sorgerechts nicht gerecht wird.
Scheinbare Effizienz geht zu Lasten des Kindeswohls.“

 

Laut
Merk ist es in keiner Weise akzeptabel, dass die gemeinsame
Sorge in Zukunft ohne Anhörung der Eltern im schriftlichen
Verfahren begründet werden soll, wenn die Mutter dem
Antrag des Vaters nicht innerhalb von sechs Wochen
ab der Geburt widerspricht. „Nur im persönlichen Gespräch
kann das Gericht doch wirklich feststellen, wie die
tatsächlichen Umstände sind, ob Missverständnisse
der Eltern ausgeräumt werden können und ob vielleicht
eine einvernehmliche Lösung erreicht werden kann.
Und völlig verfehlt ist es, dass sogar dann schriftlich
entschieden werden soll, wenn die Mutter rechtzeitig
Einwände vorbringt, das Gericht deren Darlegung aber
nicht für ausreichend hält. Dann muss doch der Mutter
Gelegenheit gegeben werden, diese zu erläutern!“

 

Die
6-Wochen-Frist für die Erklärung der Mutter hält
Merk für zu knapp. „Sie trägt der schwierigen Situation
der Mütter unmittelbar nach der Geburt in keiner Weise
Rechnung, auch wenn sie das Gericht im Einzelfall verlängern
kann“, so Merk. „Stattdessen sollte man sich zum Beispiel
an den gesetzlichen Mutterschutzfristen im Arbeitsrecht
orientieren, die grundsätzlich acht Wochen betragen.“

Quelle:stmj.bayern.de

 

 

 

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.