München:
Bayerns Wirtschaftsminister Zeil zu den Beschlüssen des Europäischen Gipfels

Der bayerische
Wirtschaftsminister und stellvertretende Ministerpräsident
Martin Zeil begrüßt die konsequente Haltung der deutschen
Bundesregierung auf dem Europäischen Gipfel in Brüssel.
„Mit ihrer harten Haltung haben sich Bundeskanzlerin
Angela Merkel und die Bundesregierung aller schrillen
Katastrophenrhetorik widersetzt und einer weiteren
Vergemeinschaftung von Schulden eine klare und deutliche
Absage erteilt“, lobt Zeil die unzweideutige Verhandlungslinie.
Die unsäglichen Euro-Bonds, eine europäische Einlagensicherung
und der Altschuldentilgungsfonds seien mit dieser klaren
Ansage hoffentlich endgültig und für alle Zukunft
vom Tisch. „Damit bleiben die wichtigsten Forderungen
Bayerns erfüllt, die die Staatsregierung auch in der
von mir auf der letzten Kabinettssitzung initiierten
Protokollerklärung zum ESM und zum Fiskalpakt als
weiß-blaue ultima ratio dokumentiert hat“, betont
Zeil.

Der bayerische Wirtschaftsminister
rügt jedoch gleichzeitig, dass die Konditionen für
Hilfen aus den Rettungsschirmen leider erneut gelockert
wurden und nun auch direkt Finanzspritzen an die illiquiden
Banken der Krisenländer vergeben werden können. „Damit
wird das wichtige und einzig zukunftsfeste Prinzip,
monetäre Hilfen stets an strikte Spar- und Reformauflagen
zu binden, weiter geschwächt“, unterstreicht Zeil.
Die Bundesregierung müsse aufpassen, ihre bisherige
unmissverständliche Haltung nicht aufzuweichen, weil
das gemeinsame Projekt Europa ansonsten auf eine schiefe
Ebene gelange.

 

„Ich kann nur davor
warnen, bei jedem Gipfel immer wieder neu über die
Regeln und Instrumente der Rettungsschirme zu verhandeln
und dadurch alte und bindende Beschlüsse wieder in
Frage zu stellen“, mahnt Zeil. Allen Beteiligten
müsse klar sein, dass die Bereitschaft der Deutschen,
ihren europäischen Freunden und Partnern in einer
extrem schwierigen Situation zu helfen, mit jedem gebrochenen
Vertrag und mit jeder aufgeweichten Vereinbarung sinke.
Die Menschen in Europa müssten sich darauf verlassen
können, dass getroffene Vereinbarungen ihre Gültigkeit
behalten. Europa könne auf Dauer nur funktionieren,
wenn man sich auf das Wort und die Unterschriften seiner
Freunde verlassen könne. Zeil: „Hier geht es vor
allem um gegenseitiges Vertrauen und wenn das einmal
weg ist, wird es sehr schwer.“

 

Zeil
kritisiert in diesem Zusammenhang auch das Verhalten
der deutschen Opposition bei den Verhandlungen zum
Fiskalpakt. „Mit ihren innenpolitischen Spielchen
haben SPD und Grüne Spanien und Italien in die Hände
gespielt, und die Verhandlungsposition der Bundesregierung
bereits im Vorfeld massiv geschwächt“, zürnt Zeil.
Nun müssten die deutschen Steuerzahler dafür die
Zeche zahlen. SPD und Grüne sollten für sich einmal
klären, vom wem sie eigentlich gewählt sind und welche
Interessen sie zu vertreten haben. „Deutschland scheint
bei diesen Damen und Herren nicht sonderlich hoch im
Kurs zu stehen“, so Zeil abschließend.

Quelle:stmwivt.bayern.de

 

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.