München:
„Jeder weitere Aufschub produziert neue Härtefälle!“

Bayerns Justizministerin Dr. Beate Merk fordert
nachdrücklich eine Änderung des geltenden Unterhaltsrechts.
„Die Reform des Unterhaltsrechts im Jahr 2008, die
für mehr Selbstverantwortung der Ehepartner sorgen
sollte, war zwar grundsätzlich richtig“, so Merk.
„Sie hat aber in mehreren Punkten zu erheblichen Härten
geführt, die dringend beseitigt werden müssen.“

Erstens
hat die Praxis der Gerichte gezeigt, dass bei Ehen,
die schon vor längerer Zeit geschlossen worden sind,
die Begrenzung des Unterhalts zu ganz erheblichen Härten
führt. Merk: „Wir müssen gesetzlich sicherstellen,
dass ehebedingte Nachteile, die ein Ehepartner im Einvernehmen
mit dem anderen auf sich genommen hat, im Fall der
Ehescheidung angemessen ausgeglichen werden. Wenn sich
die Ehepartner zum Beispiel einig waren, dass die Frau
eine Berufsausbildung nicht fortsetzen sollte, um die
gemeinsamen Kinder und den Haushalt zu versorgen, dann
kann es nicht sein, dass ihr Jahre später im Fall
der Ehescheidung nur ein Minimalunterhalt gewährt
wird mit der Begründung, sie müsse jetzt jede gering
qualifizierte Tätigkeit ausüben und für sich selbst
sorgen. Nach der zur Zeit der Eheschließung geltenden
alten Rechtslage musste die Ehefrau mit einer derartigen
Entwicklung nicht rechnen.“

 

Außerdem
ist darauf zu achten, dass die Auslegung des neuen
Unterhaltsrechts beim Betreuungsunterhalt nicht zu
einer Überlastung des geschiedenen Alleinerziehenden
führt. Merk: „Es kann nicht sein, dass Alleinerziehende,
die ein Kind im eigenen Haushalt versorgen, daneben
regelmäßig zu einer Vollzeitbeschäftigung verpflichtet
sein sollen und nur in nachweisbaren atypischen Ausnahmefällen
eine Entlastung erfahren. Hier müssen wieder klarere
Maßstäbe eingeführt werden, die sich eindeutig am
Kindeswohl und auch an der Belastbarkeit des alleinerziehenden
Elternteils orientieren“, so Merk. „Einen guten Ansatzpunkt
hierfür bietet eine aktuelle Entscheidung des Bundesgerichtshofs,
wonach ein 30-Stunden-Job für eine alleinerziehende
Mutter mit drei größeren Kindern in der Regel ausreicht
und an die Darlegungs- und Beweislast der Mutter keine
überzogenen Anforderungen zu stellen sind. Dies sollten
wir aber auch ins Gesetz schreiben, da die sich wandelnde
Rechtsprechung zu erheblichen Unsicherheiten geführt
hat!“

 

„Das Bundesjustizministerium
kündigt in regelmäßigen Abständen an, dass hier
eine Änderung beabsichtigt sei. Weshalb den Worten
keine Taten folgen, verstehe ich langsam nicht mehr“,
so Merk. „Jede Verzögerung produziert neue Härtefälle,
und Leidtragende sind dabei vor allem die Kinder. Hier
muss endlich gehandelt werden!“

Quelle:  stmj.bayern.de

 

 

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.