München:
Heute Initiative in der Justizministerkonferenz

Bayerns Justizministerin Dr. Beate Merk schlägt
zusammen mit Sachsen der heute und morgen stattfindenden
Justizministerkonferenz vor, wirksame Instrumente zu
schaffen, um Opfern von Sexual- und Gewaltstraftaten
ein Wohnen in unmittelbarer Nachbarschaft zum Täter
nach dessen Haftentlassung zu ersparen.

 

Merk:
„Es geht um ein Thema, das für den, den es trifft,
eine unerträgliche Belastung bedeuten kann“, so Merk.
„Man muss sich das vorstellen: Da ist jemand Opfer
einer schweren Straftat geworden, etwa einer Vergewaltigung.
Der Täter wohnt in einem kleinen Ort in der Nachbarschaft.
Er wird verurteilt. Und der Effekt? Der Täter wohnt
nach der Entlassung weiterhin in unmittelbarer Nachbarschaft.
Jedesmal, wenn das Opfer das Haus verlässt, muss es
befürchten, mit seinem Peiniger zusammen zu treffen.“

 

Derartige
Fälle hat es in Deutschland wiederholt gegeben. Bisher
ist das rechtliche Instrumentarium, um dem Opfer zu
helfen, beschränkt: Wenn der Verurteilte unter Führungsaufsicht
steht, kann durch eine gerichtliche Aufenthaltsverbotsweisung
für das Gemeindegebiet sein Wegzug in einen anderen
Ort erzwungen werden. Mit einem Antrag nach dem Gewaltschutzgesetz
kann das Opfer auch selbst gerichtliche Schutzanordnungen
initiieren. Das setzt aber jeweils die Gefahr neuer
Taten voraus, die nicht immer gegeben ist. Dem Umstand,
dass das Opfer schon unter der bloßen Anwesenheit
des Täters leidet, trägt das Gesetz hingegen kaum
Rechnung.

 

Bayern will daher
zusammen mit Sachsen ein Gesetz erarbeiten, das ein
effektives Distanzgebot für den Täter ermöglicht,
und hat das Thema auf die heute und morgen stattfindende
Justizministerkonferenz gesetzt. Merk: „Es geht einmal
mehr darum, das Opfer von Straftaten in den Blick zu
rücken statt immer nur auf den Täter zu schauen wie
das Kaninchen auf die Schlange“.

Quelle:stmj.bayern.de

 

 

 

 

 

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.