Berlin: 

“ Mit modernster Technik den Schutz von Wildtieren verbessern “

Zur Rettung von Rehkitzen hat Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner am Donnerstag im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Oberpfaffenhofen ein neues Forschungsprojekt gestartet. Schätzungen zufolge werden jedes Jahr bei der Grünlandmahd in Deutschland rund 100.000 Rehkitze durch Landmaschinen verstümmelt oder getötet. Grund dafür ist der so genannte Drückinstinkt in den ersten Lebenstagen: Anstatt zu fliehen verharren die Kitze reglos auf dem Boden, wenn Gefahr droht. Unfälle mit Rehkitzen und anderen Wildtieren sind nur vermeidbar, wenn die Tiere frühzeitig in den Feldern entdeckt werden. “ Wir müssen alles daran setzen, Unfälle mit Wildtieren so gut wie möglich zu vermeiden. Mit Hilfe modernster Technologien kann es gelingen, den Schutz von Wildtieren entscheidend zu verbessern. Gute Ideen aus der Wissenschaft müssen möglichst rasch erprobt und in die Praxis umgesetzt werden “ , sagte Aigner bei der Übergabe der Bewilligungsbescheide an die Projektträger.

Zeitgleich zur ersten Mähperiode des Grünlandes im Mai und Juni bringen viele Rehe ihre Jungen zur Welt. Nach dem Fuchs sind Mähmaschinen der größte Feind der Rehkitze. Seit Jahrzehnten sind Jäger und Landwirte, Industrie und Forschung auf der Suche nach zuverlässigen Methoden zur Rettung bedrohter Rehkitze. “ Wir brauchen innovative Schutztechniken. Wo die natürlichen Sinne nicht weiterhelfen, müssen wir auf Technik setzen “ , sagte Aigner.

Um die Forschung zu intensivieren fördert das BMELV das Projekt „System und Verfahren zur Rehkitzrettung während der Grünlandmahd“. Ziel des Projekts ist die Erforschung und Erprobung nutzertauglicher Systeme zur Kitzrettung. Das BMELV unterstützt das Verbundprojekt mit rund 2,45 Millionen Euro. Das Gesamtvolumen beträgt rund 3,3 Millionen Euro, die Laufzeit ist auf dreieinhalb Jahre angelegt. Die Grundlage für das Forschungsvorhaben liefert ein vom Bundesforschungsministerium gefördertes Projekt, bei dem verschiedene technische Lösungsvorschläge zur Wildrettung untersucht wurden. “ Das Vorhaben ist beispielhaft für eine ressortübergreifende Zusammenarbeit. Es zeigt: Tierschutz und Technik schließen sich nicht aus, sie gehen Hand in Hand“, sagte Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner.

Im Mittelpunkt des Projekts steht der Aufbau eines Wildrettungssystems, das dem Grundprinzip “ Finden – Markieren – Wiederfinden – Retten und Sichern “ folgt. Das “ Finden “ erfolgt im Vorfeld der Mahd über ein kombiniertes Sensorsystem, das auf einer tragbaren beziehungsweise fliegenden Plattform montiert wird. Für das “ Markieren “ und “ Wiederfinden “ der Kitze ist eine elektronische Lösung auf Basis so genannter RFID-Systeme (Radio Frequency Identification) vorgesehen. So können die Tiere zuverlässig wiedergefunden, aus der Wiese getragen, für die Zeit des Mähvorgangs gesichert und dann wieder freigelassen werden. Die Projektpartner bringen das nötige Know-how mit. Zu ihnen gehören: CLAAS Gruppe – CLAAS Saulgau GmbH, ISA Industrieelektronik GmbH, Institut für Methodik der Fernerkundung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, Fachgebiet Höchstfrequenztechnik der Technischen Universität München, Landesjagdverband Bayern und die ZENTEC GmbH.

Weitere technische Informationen zum Projekt unter www.dlr.de/oberpfaffenhofen.

Quelle:bmelv.bund.de

 

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.