München:

Bayerns
Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident
Martin Zeil appelliert im Vorfeld des Sondergipfels
des Europäischen Rates an Bundeskanzlerin Angela Merkel,
standhaft zu bleiben und keine faulen Kompromisse zu
Lasten der deutschen Steuerzahler mitzutragen. Er warnt
eindringlich davor, dem französischen Drängen nach
einem für Europa nicht hilfreichen und für Deutschland
teuren Kurswechsel in der europäischen Krisenstrategie
nachzugeben. „Weiteres schuldenfinanziertes Wachstum
und eine Vergemeinschaftung von Schulden über Eurobonds
führen immer tiefer in die Krise und sind kein Weg
aus derselben. Wir müssen an der eingeschlagenen Strategie
festhalten. Europa braucht zwar mehr Wachstum, aber
kein Wachstum auf Pump“, unterstreicht Zeil. Nur
ein Wachstum, das von privaten Investitionen getragen
werde, könne den europäischen Krisenländern im Zusammenspiel
mit den nötigen Strukturreformen den Weg in eine bessere
Zukunft ebnen.

 

Der bayerische Wirtschaftsminister
fordert in diesem Zusammenhang, auch die Europäische
Kommission müsse zur ökonomischen Vernunft zurückkehren.
„Gerade die Kommission als Hüterin der europäischen
Verträge sollte eine falsche Debatte mit ihrem Grünbuch
zu Euro-Bonds nicht noch zusätzlich anheizen“, betont
Zeil. „Wer eine gegenüber nachfolgenden Generationen
verantwortungslose, ja unethische Schuldenpolitik durch
Euro-Bonds subventioniert, wird am bitteren Ende nichts
als noch mehr Schulden ernten“, so der Minister weiter.

 

Solide Finanzen, eine stabile Währung
und das Ziel eines wettbewerbsfähigen Europas seien
die elementaren Grundlagen der Europäischen Verträge
– gemeinsam festgelegte Werte, die auf keinen Fall
aufs Spiel gesetzt werden dürften. Jedenfalls nicht
von jenen, denen Europa und die europäische Idee am
Herzen liegen. „Deshalb hätte ich von Kommissionspräsident
José Manuel Barroso mehr Unterstützung und mehr Rückendeckung
für den Kurs von Angela Merkel erwartet“, so Zeil.
Nur ein wirtschaftlich gesundes und finanziell solides
Europa könne auf Dauer mit den expandierenden Wachstumsregionen
dieser Welt mithalten. „Dies sollte auch die Kommission
deutlicher vertreten als bisher. Es müssen klare Grenzen
gezogen werden. Die deutschen Steuerzahler dürfen
nicht noch stärker in Haftung genommen werden“,
so der Minister abschließend.

Quelle:  stmwivt.byern.de

 

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.