München:
Bayerns Wirtschaftsminister fordert Nachbesserungen zur Sicherung der flächendeckenden Arzneimittelversorgung Aiwanger: „Eine Apotheke ohne Apotheker darf nicht zum Regelfall werden. Patientensicherheit und Vertrauen haben oberste Priorität“
Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger fordert klare Nachbesserungen zum Schutz der wohnortnahen Arzneimittelversorgung im Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG). Aiwanger betont: „Freie Berufe stärken, nicht schwächen! Unsere Apotheken vor Ort sind eine tragende Säule der Daseinsvorsorge. Sie sichern die Versorgung der Menschen rund um die Uhr, bieten qualifizierte Beratung und sind wichtige Arbeitgeber – gerade im ländlichen Raum.“ Positiv bewertet der Minister den geplanten Bürokratieabbau sowie die höhere Notdienstpauschale. Gleichzeitig mahnt er an, dass die persönliche fachliche Beratung nicht geschwächt werden dürfe: „Eine Apotheke ohne Apotheker darf nicht zum Regelfall werden. Patientensicherheit und Vertrauen haben oberste Priorität. Das freiberufliche System mit dem persönlich bekannten und verantwortlichen Apotheker hat sich auch hier bestens bewährt, es darf nicht durch fragwürdige international agierende Onlinemodelle abgelöst werden.“ Zudem fordert Aiwanger eine wirtschaftliche Stärkung der Betriebe: „Das seit Jahren unveränderte Packungsfixum muss angesichts gestiegener Kosten endlich angepasst werden. Nur so können wir ein flächendeckendes Apothekennetz in Bayern dauerhaft sichern.“ Abschließend erklärt Aiwanger: „Wir dürfen gerade im ländlichen Raum keine weitere Schwächung zulassen. Die Menschen müssen auch künftig ihre Apotheke vor Ort haben. Ich erwarte, dass die Bundesregierung hier nachbessert und die Reform den tatsächlichen Bedürfnissen der Kunden und damit der Vor-Ort-Apotheken entspricht.“
Quelle: stmwi.bayern.de
