München:

Freistaat richtet neue Elitestudiengänge ein

12 Millionen Euro für vier neue Studiengänge in Bayreuth, Erlangen-Nürnberg, München und Würzburg – Start zum nächsten Wintersemester – Wissenschaftsminister Blume: „Wir fördern die Besten – und wir fordern sie heraus, Verantwortung zu übernehmen“

Unter dem Dach des Elitenetzwerks Bayern richtet der Freistaat vier neue Studiengänge im Bereich der Natur- und Ingenieurwissenschaften, der Mathematik und Informatik für besonders begabte Studierende ein. Das gab Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume heute in München bekannt: „Unsere Elitestudiengänge bieten ein Triple an Exzellenz: Exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bilden unter exzellenten Bedingungen exzellente Studierende aus. Kluge Köpfe sind unsere wertvollste Ressource. Mit den vier neuen Elitestudiengängen an den Universitäten in Bayreuth, Erlangen-Nürnberg, München und Würzburg setzen wir ein starkes Zeichen: Wir fördern die Besten – und wir fordern sie heraus, Verantwortung zu übernehmen, kreativ zu denken und Neues anzugehen. Dabei entstehen Netzwerke, Ideen und Innovationen, die weit über jeden Campus wirken. Herzlichen Dank an die Universitäten für ihre hervorragenden Konzepte. Die neuen Studiengänge sind mehr als akademische Programme – sie sind Ideenschmieden für die Zukunft unserer Gesellschaft.“

Innovative Themen und individuelle Betreuung

Die von den Universitäten konzipierten neuen Studiengänge wurden in einem wissenschaftsgeleiteten Verfahren durch eine internationale Expertenkommission unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Peter Strohschneider, ehemaliger Vorsitzender des Wissenschaftsrats, ehemaliger Präsident der DFG, und durch externe Fachausschüsse geprüft und dem Bayerischen Wissenschaftsministerium zur Förderung vorgeschlagen.

Alle empfohlenen Anträge entsprachen in höchstem Maße den Kennzeichen von Elitestudiengängen. Neben der Exzellenz der beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, den innovativen Themenfeldern und dem hohen wissenschaftlichen Anspruch machen besonders die hervorragende individuelle Betreuung, moderne Lehr- und Lernformen und weitreichende Zusatzangebote Elitestudiengänge höchst attraktiv für besonders talentierte Studierende. Die Auswahl der künftigen Studierenden erfolgt durch ein transparentes und leistungsbezogenes Auswahlverfahren an der jeweiligen Universität.

Die vier neuen Elitestudiengänge im Detail:

„Ecological Forecasting“, Universität Bayreuth mit JMU WürzburgDer Studiengang beschäftigt sich mit der Vorhersage und Modellierung von Auswirkungen des globalen Wandels auf die Umweltsysteme. Damit hat der Studiengang ein einzigartiges Profil in ganz Deutschland und sorgt für Expertise auf einem enorm zukunftsrelevanten Forschungsfeld. Das Angebot fügt sich hervorragend in das Profil der Sprecheruniversität Bayreuth ein. Mit der Expertise der JMU auf den Feldern KI und Statistik und der Einbindung außeruniversitärer Partner wie dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) oder dem Nationalpark Bayerischer Wald ergeben sich effektive interdisziplinäre Koppelungen.

Sprecher: Prof. Dr. Steven Higgins (Bayreuth), Prof. Dr. Tobias Ullmann (stellv. Sprecher, Würzburg)

„Emerging Educational Technologies for Science Technology Engineering Mathematics“, JMU WürzburgDer digitale Wandel in der Bildung erfordert künftig Expertinnen und Experten, die technologische Kompetenz, fachdidaktisches Wissen und unterrichtliche Praxis verbinden. Der Masterstudiengang vereint technologische Inhalte mit fachdidaktischen Ansätzen und schafft so ein gefragtes Qualifikationsprofil. Er richtet sich an Studierende im Lehramt der MINT-Fächer sowie an Studierende informatiknaher Programme und eröffnet durch diese Verzahnung für beide Seiten neue Perspektiven: Studierende im Lehramt erhalten Einblick in Software-Entwicklungsprozesse und moderne KI-gestützte Lernumgebungen, während Studierende aus der Informatik ein vertieftes Verständnis für Didaktik entwickeln und sich durch diese eigenständige Profilbildung in einem dynamisch wachsenden digitalen Bildungsmarkt positionieren können. Auch dank renommierter Kooperationspartner wie dem Israel Institute of Technology, der FU Berlin und dem C.C. Buchner Verlag handelt es sich um ein Leuchtturmprojekt, das bundesweit Maßstäbe setzen kann.

Sprecher: Prof. Dr. Thomas Trefzger (Würzburg)

„AI in Biomedicine“, TU München mit FAU Erlangen-NürnbergDer Einsatz Künstlicher Intelligenz beschleunigt biomedizinische Entdeckungen und die Entwicklung neuer Therapien und Geräte. Das bietet enormes Potenzial für die Pharma- und Medizinprodukteindustrie. Der Studiengang hat das Ziel, Studierende zu KI-Experten auszubilden, die Innovationen in der Biomedizin und im Gesundheitswesen vorantreiben. Dabei werden auch ethische Fragen beim Einsatz von KI in den Blick genommen. Sowohl die Wissenschaft als auch die Industrie und klinische Bereiche haben großen Bedarf an Fachkräften in diesem hochgradig interdisziplinären Feld. Hochrenommierte Kooperationspartner sind unter anderem die Harvard Medical School, die ETH Zürich, die University of Oxford sowie Amazon, Google, IBM Deutschland, Siemens Healthineers und Carl Zeiss.

Sprecher: Prof. Dr. Daniel Rückert (München; Gottfried Wilhelm Leibniz Preis 2025), Prof. Dr. Andreas Maier (stellv. Sprecher, Erlangen)

Earth System Dynamics and Evolution, FAU Erlangen-Nürnberg mit Universität BayreuthDer Studiengang beschäftigt sich mit der Untersuchung der komplexen Wechselwirkungen zwischen Atmosphäre, Biosphäre, Geosphäre und Hydrosphäre. Im Fokus steht also das gesamte Erdsystem – mit dem Ziel, Umweltprozesse vorhersagen und managen zu können. Mit modernsten Methoden und Technologien aus dem Bereich Data Science werden Analogien zwischen sehr weit zurückliegenden Umweltereignissen und möglichen zukünftigen Szenarien untersucht. Zudem setzt der Studiengang einen weiteren Schwerpunkt auf „Science Diplomacy“ – das Verständnis politischer und diplomatischer Dimensionen von Umweltveränderungen. Dieser höchst interdisziplinäre Ansatz gibt dem Studiengang ein europaweites Alleinstellungsmerkmal.

Sprecherinnen: Prof. Dr. Rachel Warnock (Erlangen), Prof. Dr. Barbara Kleine-Marshall (stellv. Sprecherin, Erlangen)

Quelle:stmwk.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.