München:

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger gegen Bundestariftreuegesetz

Aiwanger: „Das Bundestariftreuegesetz schadet dem Mittelstand und produziert Bürokratie!“

Aktuell läuft das Gesetzgebungsverfahren zum Bundestariftreuegesetz. Demnach sollen öffentliche Aufträge künftig ausschließlich an Unternehmen vergeben werden, die ein sogenanntes „Tariftreueversprechen“ abgeben. Damit verpflichten sich die Unternehmen, während der Laufzeit des Auftrags bestimmte Mindestarbeitsbedingungen einzuhalten, die vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales durch eine Rechtsverordnung festgelegt werden. Dazu gehören beispielsweise Löhne, Mindesturlaub, maximale Arbeitszeiten und Ruhezeiten.   „Unsere bayerische Haltung war in dieser Angelegenheit von Anfang an klar: Eine Überfrachtung der Vergaben mit immer weiteren politischen Anliegen ist nicht sachgerecht. Aus diesem Grund haben wir uns für eine strikte Ablehnung des Gesetzentwurfs im Wirtschaftsausschuss des Bundesrates eingesetzt – leider ohne Erfolg. Das Bundestariftreuegesetz schadet dem Mittelstand und produziert Bürokratie in ohnehin schwierigen Zeiten. Wir müssen die Wirtschaft entlasten statt belasten!“, so Aiwanger.   Die verpflichtende Einhaltung von Tariftreueregelungen bedeutet erheblichen Bürokratieaufwand, den insbesondere kleine und mittlere Unternehmen nicht leisten können. Auch die damit beabsichtige Stärkung der Tarifbindung bleibt fraglich. Die Erfahrungen aus anderen Bundesländern zeigen: Tariftreuegesetze stärken die Tarifbindung kaum – in NRW sinkt sie seit Jahren, in Berlin bleibt sie niedrig.   Am 26. September 2025 hat der Bundesrat zu dem Gesetzentwurf eine Stellungnahme mit Änderungsvorschlägen zu dem Vorhaben der Bundesregierung beschlossen. Bis auf den Vorschlag des Bundesrates, eine Nichtanwendung des Bundestariftreuegesetzes auf öffentliche Aufträge zu prüfen, die den Ländern zuzurechnen sind, wurden alle Änderungsvorschläge von der Bundesregierung abgelehnt.   Dazu Aiwanger: „Die Einhaltung der Tariftreueverpflichtungen soll dabei durch eine eigens eingerichtete Prüfstelle erfolgen. Dieser Kontrollzwang, die Regelungswut und die Kleinteiligkeit haben zu einer übermäßigen Bürokratie geführt. Durch überflüssige Prüfstellen, ausufernde Vorschriften und Verfahren verlieren wir jährlich Milliarden an Wirtschaftsleistung. Wir brauchen mehr Vertrauen in die Menschen in unserem Land! Es muss nicht alles durch den Staat vorgegeben, kontrolliert und überwacht werden. Pauschalierungen, Bagatellschwellen, erleichterte Nachweise und Ermessensspielräume anstatt starrer Standards mit fragwürdiger Wirkung wären gute Wege, das deutsche Bürokratieproblem zu lösen. Das neue Bundestariftreuegesetz ist leider kein Teil der Lösung, sondern ein weiterer Schritt in die falsche Richtung.“

Quelle:stmwi.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.