München:
Brüssel verzögert offenbar den Bau von neuen Gaskraftwerken in Deutschland

Aiwanger: „Der Industriestandort Deutschland braucht möglichst schnell neue Gaskraftwerke zur Ergänzung der Erneuerbaren. Die EU-Kommission muss sich bewegen“

Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger fordert die unverzügliche Realisierung von Gaskraftwerken in Deutschland. Aiwanger: „Die Erneuerbaren Energien brauchen eine Ergänzung durch Gaskraftwerke, künftig teilweise auch wasserstofffähig, sonst kommt auch der weitere Ausbau der Erneuerbaren in eine Krise. Seit über zwei Jahren produzieren die deutschen Kernkraftwerke keinen Strom mehr, immer mehr Kohlekraftwerke gehen vom Netz. In den nächsten Tagen werden die Kühltürme am Kernkraftwerk Gundremmingen gesprengt. Doch es ist dem Bund noch immer nicht gelungen, neue Gaskraftwerke auszuschreiben, die die Stromversorgung auch bei Dunkelflaute, wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht, garantieren. Offenbar verzögert die EU-Kommission die deutschen Pläne wegen beihilferechtlicher Bedenken. Wir brauchen jetzt schnellstmöglich neue Gaskraftwerke, um die Stromversorgung sicherstellen zu können.“   Die Bundesregierung plant die Ausschreibung von 20 Gigawatt (GW) Gaswerkskapazität in Deutschland. Die Kraftwerke sollen als Backup für Situationen dienen, in denen nicht genügend Erneuerbare Energie zur Verfügung steht. Als Backup sind die Kraftwerke jedoch nicht wirtschaftlich zu betreiben. Daher sind Subventionen nötig, die die EU-Kommission kritisch sieht. Zuletzt war eine Reduzierung der Kapazitätsplanung auf etwa 12 GW im Gespräch.   Aiwanger: „Entscheidend ist, dass die Projekte jetzt endlich starten. Der Bau neuer Kraftwerke ist seit Jahren überfällig. Gerade auch für den Industriestandort Bayern ist es wichtig, dass möglichst schnell neue Gaskraftwerke ans Netz gehen und damit die Versorgungssicherheit mit Strom zu jeder Zeit gewährleistet ist.“

Quelle:stmwi.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.