München:

Glauber, Aiwanger und Kaniber: Flächenschutz ist ein Gewinn für alle Vier Gütesiegel an „Flächenbewusste Kommunen“ verliehen

Vier weitere bayerische Kommunen wurden heute von Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber, Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber mit dem staatlichen Gütesiegel „Flächenbewusste Kommune“ ausgezeichnet: die unterfränkische Kreuzbergallianz e.V., der oberpfälzische Markt Bad Neualbenreuth, die mittelfränkische Gemeinde Neusitz und die oberbayerische Stadt Haar. Mit dem Gütesiegel würdigt die Bayerische Staatsregierung Städte, Gemeinden und interkommunale Allianzen, die sich in besonderem Maße um den Schutz der wertvollen Ressource Boden verdient machen. Die neuen Preisträger zeichnen sich insbesondere dadurch aus, dass sie ein vorbildliches und innovatives Flächenmanagement betreiben, durch qualitätsvolle Sanierung und Revitalisierung im Bestand, durch die Belebung von Ortskernen sowie die Stärkung des Gemeinschaftslebens und aktive Bürgerbeteiligung.     Umweltminister Thorsten Glauber betonte: „Bodenschutz und der Schutz von Freiflächen sind ein Gewinn für uns alle. Kommunen, Architekten, Planer und Eigentümer können dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Ziel ist es, Flächen zu gewinnen. Denn der schonende Umgang mit Fläche ist eine Investition in unsere Zukunft. Unsere Böden haben viele wichtige Funktionen: Im Klimaschutz helfen sie uns als CO2-Senke. Fruchtbare Böden sind wichtig für regionale Lebensmittel und für die Artenvielfalt. Intakte Böden bedeuten Grundwasser- und Hochwasserschutz. Der Schutz von Böden und Flächen ist deshalb unverzichtbar. Flächenschutz schaffen wir nur gemeinsam. Die Ideen der ausgezeichneten Kommunen sind dafür inspirierend und vorbildlich.“   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger betonte: „Diese Beispiele machen Mut. Die Preisträger zeigen, dass Flächenbewusstsein einen enormen Mehrwert für die Kommunen mit sich bringt. Auf diesen Erfahrungen müssen wir aufbauen – in Zusammenarbeit mit Verbänden, lokalen und regionalen Initiativen, Kommunen und Wirtschaft. Nur gemeinsam können wir die Neuinanspruchnahme von Flächen weiter reduzieren und gleichzeitig die wirtschaftliche Entwicklung durch Innovation ankurbeln.“   Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber betonte: „Ich freue mich sehr, dass drei der vier Preisträger intensiv von den Ämtern für Ländliche Entwicklung begleitet und gefördert worden sind. Das zeigt, dass unsere Programme wie Dorferneuerung und Integrierte Ländliche Entwicklung auch die Innenentwicklung voranbringen. Sie machen unsere Dörfer und ländlichen Gebiete attraktiver und erhalten sie lebenswert. Gleichzeitig gehen wir verantwortungsvoll mit Flächen um. Das schont landwirtschaftliche Flächen. Und das ist enorm wichtig, denn das sichert die Lebensmittelproduktion in unserem Land.“   Informationen zu den Preisträgern:   Kreuzbergallianz e.V. Unterfranken Die Kreuzbergallianz e. V. besteht seit 2010 und setzt sich aus den vier unterfränkischen Gemeinden Stadt Bischofsheim, Gemeinde Sandberg, Markt Oberelsbach und Gemeinde Schönau an der Brend mit insgesamt knapp 11.000 Einwohnern zusammen. Sie steht für gelebten Dialog mit ihren Kampagnen zur Eigentümerberatung, dem Sanierungspreis und zur Bewusstseinsbildung. Die Kreuzbergallianz ist ein leuchtendes Beispiel für effektive interkommunale Zusammenarbeit: Ein gemeinsames Flächenmanagement schafft einheitliche Entscheidungen, optimiert die Ressourcennutzung und trägt zum Schutz natürlicher Lebensräume bei.   Markt Bad Neualbenreuth, Oberpfalz Der Markt im Osten des oberpfälzischen Landkreises Tirschenreuth mit rund 1.400 Einwohnern ist mit dem Gemeindeteil Sibyllenbad ein staatlich anerkanntes Heilbad, das „Kurherz Europas“. Das Bad ist wichtigster Arbeitgeber und Tourismusmagnet in der Gemeinde. 2021 wurde Bad Neualbenreuth mit dem Gütesiegel Heimatdorf ausgezeichnet. Der Markt verfolgt eine flächensparende und nachhaltige Gemeindeentwicklung mit dem Verzicht auf neue Bau- und Gewerbegebiete und stattdessen der Beteiligung am interkommunalen Gewebegebiet Wiesau. Der Markt setzt auf nachhaltige Nachverdichtung im Ortskern, sanierte Leerstände und die Schließung von Baulücken zu Gewerbe- und Wohnimmobilien.   Gemeinde Neusitz, Mittelfranken Die mittelfränkische Gemeinde im Landkreis Ansbach mit rund 2.000 Einwohnern gehört zur Metropolregion Nürnberg. Seit über 20 Jahren gilt hier der Grundsatzbeschluss „Innen statt Außen“ für einen lebendigen Ortskern statt weiterer Neubaugebiete. Dank des Entwicklungskonzepts gelingt der Gemeinde eine gezielte Innenentwicklung mit über 20 Umnutzungs-, Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen und einer sichtbaren Belebung des Ortskerns. So wurde eine ehemalige Gaststätte zu einem Dorfgemeinschaftshaus für Vereins- und Stammtischtreffen und Sozialwohnungen umgebaut. Ein neuer Dorfladen mit Café ist Treffpunkt, Nahversorgung und Herzstück der Gemeinschaft geworden. Leerstehende Häuser werden hier denkmalgerecht saniert und wieder genutzt, dörfliche Strukturen geschützt und weiterentwickelt. Dieses Engagement wurde schon mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.   Stadt Haar, Oberbayern Die Stadt Haar im Landkreis München ist seit der Nachkriegszeit mit dem Thema Zuzug konfrontiert und setzt seit den 1990er Jahren auf qualitative Nachverdichtung und Nachhaltigkeit in ihrer baulichen Entwicklung. Haar praktiziert strategische Innenentwicklung mit Augenmaß und leitbildorientierte Stadtentwicklung nach dem Prinzip „Innen vor Außen“. Daher hat Haar heute eine vorbildliche kompakte Siedlungsstruktur mit Orientierung auf den Hauptort. In den Haarer Leitlinien 2020 und dem Leitbild „Circular City Haar“ 2021 hat sich die Stadt klar zur Nachhaltigkeit bekannt sowie zu Innovation und Sicherung der Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger und zu einer guten Ortsentwicklung.

Quelle:stmuv.bayern.de

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Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.