Berlin:

Luise Amtsberg, Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechte und humanitäre Hilfe, zur aktuellen Lage in Ostkongo

Anlässlich der Gewalteskalation durch die von Ruanda unterstützte Miliz M23 im Osten der Demokratischen Republik Kongo erklärt Luise Amtsberg, Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und humanitäre Hilfe:
„Ein Großteil der Menschen in der Region lebt ohnehin schon unter schwierigen humanitären Bedingungen. Der Vormarsch der von Ruanda unterstützten Milizen der M23 und ihre mutmaßliche Einnahme der Provinzhauptstadt Goma steigern das Leid der Zivilbevölkerung ins Unermessliche: Unzählige Menschen fliehen vor den Kämpfen. Ein Großteil von ihnen hat kaum oder keinen Zugang zu Nahrung und Wasser. Frauen und Mädchen werden in den Kampfgebieten besonders häufig Opfer geschlechtsspezifischer Gewalt. Insbesondere die Lage in und um Goma, wo schon zuvor hunderttausende Vertriebene Zuflucht gefunden haben, ist verheerend. Erneut müssen sie ihr Zuhause verlassen, Versorgungswege sind abgeschnitten. Die Menschen können sich und ihre Familien nicht mehr versorgen, Ärzte und Krankenhäuser kaum mehr richtig arbeiten.
Viele Menschen in Ostkongo sind für ihr Überleben auf die Arbeit humanitärer Helfer*innen angewiesen. Die Hilfsorganisationen arbeiten vor Ort am Rande ihrer Kapazitäten und darüber hinaus. Aber auch sie bleiben von den Kämpfen nicht verschont. Außerdem sind auch humanitäre Hilfsflüge vom GPS-Jamming durch Ruanda und die M23 betroffen; der Luftraum über Goma ist gesperrt.
Wir rufen die M23 dazu auf, sich zurückzuziehen. Ruanda muss seine Unterstützung für die M23 und alle Beteiligten die Kampfhandlungen umgehend einstellen und an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Wir setzen uns gemeinsam mit unseren EU- und internationalen Partnern für eine Stabilisierung der Lage in Ostkongo ein. Die Bundesregierung setzt sich als aktueller Vorsitz der internationalen Kontaktgruppe für die Großen Seen für die Stabilisierung ein. Der Schutz der Zivilbevölkerung, der humanitären Helfer*innen und der Peacekeeper*innen ist völkerrechtlich geboten und muss unter allen Umständen eingehalten werden.
Es muss auch klar sein, dass Botschaften und diplomatisches Personal niemals Opfer von Angriffen werden dürfen. Ich verurteile diese Angriffe aufs Schärfste. Ich verurteile auch den Angriff auf die Räumlichkeiten der Konrad-Adenauer-Stiftung in Kinshasa.
Es kann nur eine politische Lösung des Konflikts geben. Die Bundesregierung unterstützt insbesondere die Friedensbemühungen im Luanda-Prozess unter Führung des angolanischen Staatspräsidenten Lourenço sowie den Nairobi-Prozess. Ruanda muss die völkerrechtswidrige Präsenz im Kongo und die Unterstützung für die M23 beenden. Die kongolesische Armee muss die Rebellenmiliz FDLR entwaffnen und muss inklusiven Gesprächen offen gegenüberstehen. Nur so lässt sich der im Rahmen des Luanda-Friedensprozesses ausgehandelte Waffenstillstand vom 30. Juli 2024 einhalten und weiteres Leid verhindern.“

Quelle: auswaertiges-amt.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.