München:

Bayerns Waldbesitzer und Jäger unterstützen grundsätzlich die Reform des Jagdgesetzes

Aiwanger: „Statt einer bürokratischen Abschussplanung sind regelmäßige Waldbegänge und die Abstimmung jagdlicher und waldbaulicher Maßnahmen vor Ort der Weg zu einem ausgeglichenen Wald-Wild-Verhältnis“ Podiumsdiskussion auf der Messe ‚Jagen und Fischen‘ in Augsburg (von links): BJV-Präsident Ernst Weidenbusch, WBV-Präsident Bernhard Breitsameter, Moderatorin Ursula Hoffmann, Staatsminister Hubert Aiwanger, Bayerns Jagdkönigin Diana Merkle, Jagd- und Wildtier-Expertin Dr. Martina Hudler und BJV-Vizepräsident Roland Weigert. Foto: StMWi   Download AUGSBURG  Bayerns Jagdminister Huber Aiwanger hat seine Pläne für die Reform des Bayerischen Jagdgesetzes auf der Messe „Jagen & Fischen“ in Augsburg vorgestellt. Vom Bayerischen Waldbesitzerverband (WBV) und dem Bayerischen Jagdverband (BJV) erhielt er grundsätzliche Zustimmung.   Der Staatsminister nahm an einer Podiumsdiskussion zum Thema „Brauchen wir eine Abschussplanung?“ teil. Er diskutierte mit WBV-Präsident Bernhard Breitsameter, BJV-Präsident Ernst Weidenbusch, BJV-Vizepräsident Roland Weigert und der Jagd- und Wildtier-Expertin Dr. Martina Hudler von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf.   Bayerns Jagdminister verfolgt mit seiner Reform die Ziele, mehr Eigenverantwortung und Handlungsspielräume für Grundeigentümer und Jäger zu schaffen sowie Bürokratie abzubauen. Es sollen Anreize geschaffen werden, dass mit mehr Eigenverantwortung und Eigeninitiative vor Ort die Verbissbelastung auch in den sogenannten „roten“ Gebieten, in denen die Waldverjüngung nicht schnell genug voran kommt, reduziert wird. Die gute Situation in den grünen Gebieten soll verstetigt werden. Aiwanger: „Das bisherige System der Abschussplanung ist offensichtlich nicht zielführend, wir kommen seit Jahrzehnten nicht merklich von der Stelle, es herrschte auch zu viel Streit zwischen den Verbänden. Deshalb brauchen wir keine ewigen Zahlendebatten um den Abschussplan mehr. Weniger Planwirtschaft, mehr Eigenverantwortung ist die Zukunft. Jagdgenossenschaften, die sich dazu in der Lage sehen, sollen das Recht bekommen, die Rehwildbewirtschaftung vor Ort ohne behördliche Abschussplanung mit ihren Jägern selbst zu gestalten. Regelmäßige Waldbegänge und die Abstimmung jagdlicher und waldbaulicher Maßnahmen sind der Weg aus dem Dilemma. Wir brauchen ein ausgeglichenes Wald-Wild-Verhältnis, stabile Wälder und gesunde Wildbestände.“   WBV-Präsident Bernhard Breitsameter erklärte, dass die Waldbesitzer diesen Weg mitgehen könnten. Den Differenzen zwischen Jägern und Waldbesitzern müsse ein Ende gesetzt werden. Breitsameter: „Ein Weiter-So wie bisher darf es nicht geben! Wir müssen uns verstehen und gemeinsam Lösungen finden.“   BJV-Präsident Ernst Weidenbusch sagte, er wolle zunächst die Ergebnisse der von ihm initiierten Mitglieder-Umfrage abwarten. Die Tendenz gehe aber in Richtung Zustimmung. Im Detail gebe es noch Klärungsbedarf.   Aiwanger erneuerte auch seinen Appell an den Koalitionspartner, sich nicht länger taktisch einer Weiterentwicklung des Jagdgesetzes zu verschließen und Gespräche zu verzögern.

Quelle:stmwi.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.