Berlin:

Biomasse-Paket: BMEL sichert Förderung für bestehende Biogasanlagen
Özdemir: „Biogas bleibt eine wichtige Säule der Energiewende“

Das Bundeskabinett hat heute eine verbesserte Planungssicherheit für bestehende Biogasanlagen beschlossen. Für das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) war in den Beratungen innerhalb der Bundesregierung zum „Biomasse-Paket“ wichtig, dass die Ausschreibungsvolumina für Biomasse in den Jahren 2025 und 2026 erhöht und gleichzeitig die Dauer der Anschlussförderung für Bestandsanlagen ebenfalls verlängert werden. Damit bestehen weiter Anreize für Betreiberinnen und Betreiber von Biogasanlagen, um in eine flexible Strombereitstellung und in bessere Wärmenetze zu investieren.

Dazu erklärt der Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Cem Özdemir: „Wir geben den Betrieben mit zukunftsbereiten Biogasanlagen eine echte Perspektive: Für die meisten Betreiberinnen und Betreiber lohnt es sich so weiterhin, Strom aus Biomasse flexibel bereitzustellen oder Wärme zu liefern. Das bedeutet mehr Wertschöpfung vor Ort. Die Gemeinden haben damit auch mehr Sicherheit für die Wärmeplanung und die Energieversorgung. Gerade für viele Haushalte auf dem Land ist das eine wichtige Botschaft: Sie können auf ihre lokalen Versorger zählen! Biogas bleibt eine starke Stütze unserer Energiewende.“

Hintergrund:
Das Bundeskabinett hat heute eine Formulierungshilfe für einen Änderungsantrag zum Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2023 beschlossen. Ziel des Maßnahmenpakets ist es, die Förderung der systemdienlichen flexiblen Verstromung von Energie aus Biomasse zu optimieren und die Planungssicherheit für bestehende Biogasanlagen zu erhöhen, insbesondere für solche mit bestehendem Wärmenetzanschluss. Diese Anlagen sind ein wichtiges Standbein für die Strom- und Wärmeversorgung, vor allem in ländlichen Regionen.

Die Anschlussförderung für Bestandsanlagen wird von zehn auf zwölf Jahre verlängert, um die Anpassung an das neue System zu erleichtern und notwendige Investitionen hierfür anzureizen. Diese Maßnahmen stärken die Rolle des bedarfsgerechten Einsatzes von Biomasse als eine wichtige Stütze der Energiewende, vor allem in ländlichen Regionen.

Die Ausschreibungsvolumina für Biomasse werden von 2 GW auf 2,30 GW angehoben, mit einem besonderen Fokus auf die Jahre 2025 – 1.000 Megawatt – und 2026 – 800 Megawatt. Die Verrechnung aus nicht benötigten Ausschreibungsmengen für Biomethan ist dabei mit eingerechnet. Darüber hinaus soll die Förderung für bestehende Anlagen flexibler gestaltet werden, um ihre Integration in das Gesamtsystem zu verbessern.

Zukünftig wird Biomasse verstärkt flexibel eingesetzt, um die Schwankungen von Wind- und Sonnenenergie auszugleichen. Zu den Änderungen gehört die Begrenzung der Förderung auf eine bestimmte Anzahl von Betriebsstunden sowie eine Aussetzung der Förderung bei schwach positiven Strompreisen (≤ 2 ct/kWh). Der Flexibilitätszuschlag wird erhöht, um Anreize für einen bedarfsgerechten Betrieb zu schaffen. Zudem ist eine weitere Absenkung des Maisdeckels ab 2025 von 35 auf 30 Masseprozent sowie ab 2026 von 30 auf 25 Masseprozent vorgesehen.

Quelle:bmel.bund.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.