München:

Bayern fordert erneut konkrete Maßnahmen für die Förderung von Biomasse

Aiwanger: „Um die Biomasse langfristig zu sichern, muss das Ausschreibungsvolumen auf 1.200 Megawatt erhöht sowie eine Flexibilitätsprämie von 120 Euro eingeführt werden“

Der Bayerische Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger fordert erneut eine deutliche Erhöhung des Ausschreibungsvolumens für die Biomasseförderung auf mindestens 1.200 Megawatt pro Jahr. Der Minister reagiert damit auf den Brief von Bundesminister Cem Özdemir zum Weiterbetrieb landwirtschaftlicher Biogasanlagen.   Aiwanger: „Es geht nicht nur um den Bestandsschutz, sondern um die langfristige Zukunft von Biogasanlagen in Deutschland. In den Ausschreibungsrunden gehen viele Anlagenbetreiber leer aus. Regelmäßig übersteigt die Nachfrage das ausgeschriebene Volumen. Der Bund muss hier sofort handeln, sonst verlieren wir bald einen Großteil der Anlagen, die erneuerbaren Strom und erneuerbare Wärme sowie Biomethan erzeugen.“   In Deutschland ist Bioenergie mit 50 Terawattstunden Strom und 170 Terawattstunden Wärme ein stabiler und verlässlicher Baustein unserer Energieversorgung. „Biomasse leistet nicht nur einen wichtigen Beitrag zu einer stabilen und flexiblen Stromversorgung in Deutschland, sondern auch zur Versorgung mit klimaschonender Nahwärme und der Verwertung von Wirtschaftsdüngern. Trotz dieser Relevanz verharrt der Bund in Tatenlosigkeit und verunsichert die Betreiber von Biogasanlagen weiterhin“, betont der Minister.   Neben der Erhöhung des Ausschreibungsvolumens fordert Aiwanger eine Anhebung der Flexibilitätsprämie auf mindestens 120 Euro pro Kilowatt. Diese Prämie soll Anreize für den flexiblen Betrieb von Biogasanlagen setzen und den Ausbau der Speicher- und Flexibilitätskapazitäten vorantreiben. „Nur mit einer höheren Flexibilitätsprämie können wir sicherstellen, dass Biogasanlagen auch in Zeiten hoher Schwankungen bei Wind- und Solarstrom zuverlässig Strom liefern und damit zur Versorgungssicherheit in Deutschland beitragen“, erklärt Aiwanger.

Quelle:stmwi.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.