München:

Deepfake-Initiative aus Bayern /

Bayern kritisiert Stellungnahme des Bundesjustizministers im Bundeskabinett /

Justizminister Georg Eisenreich: „Die Bundesregierung ist aufgefordert, zum Schutz der
Persönlichkeitsrechte von Frauen und Mädchen zu handeln. Für die Untätigkeit
der Bundesregierung habe ich kein Verständnis.“ Das
Bundeskabinett hat gestern (21. August) zu einer bayerischen Initiative
zum strafrechtlichen Schutz von Persönlichkeitsrechten vor Deepfakes
Stellung genommen. Im Juli dieses Jahres hatte der Bundesrat den bayerischen
Gesetzentwurf verabschiedet. Bayerns Justizminister Georg Eisenreich:
„Die Bundesregierung ist aufgefordert, zum Schutz der Persönlichkeitsrechte
von Frauen und Mädchen zu handeln. Für die Untätigkeit der
Bundesregierung habe ich kein Verständnis. Generative künstliche
Intelligenz entwickelt sich rasant. Leider gehören auch Straftäter
zu den Ersten, die neue technische Möglichkeiten nutzen.“


Der Minister: „Es wird immer leichter, vor allem
Frauen und Mädchen mit Deepfake-Technologie in pornografische Fotos
oder Videos einzubauen. Gerade zum Schutz der Persönlichkeitsrechte
müssen wir das Strafrecht an die Herausforderungen durch Deepfakes
anpassen. Mehr als 90 Prozent der Deepfakes sollen im Internet in den Bereichen
‘Pornografie und Nacktheit‘ auftauchen – die Opfer sind
in aller Regel weiblich. Auch Betrüger und Cyberkriminelle nutzen
Deepfakes. Bayern hat daher in Bezug auf Deepfakes im Bundesrat eine neue
Vorschrift zum Persönlichkeitsschutz im Strafgesetzbuch vorgeschlagen.
Das geltende Recht ist hier unklar und unübersichtlich. Es gibt eine
Vielzahl an Vorschriften, die das Problem aber nur in Teilaspekten erfassen.“
Hintergrund: Bayern hatte einen neuen
Paragrafen 201b Strafgesetzbuch vorgeschlagen. Darin werden für die
Verletzung von Persönlichkeitsrechten durch digitale Fälschung
Freiheitsstrafen von bis zu zwei Jahren oder Geldstrafen vorgeschlagen.
Für schwerwiegende Fälle, in denen beispielsweise pornografische
Deepfakes im Internet verbreitet werden, soll der vorgesehene Strafrahmen
bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe ermöglichen. Dies entspricht
dem Strafrahmen der (einfachen) Körperverletzung (§ 223 StGB).
Denn Deepfakes verfügen über ein ähnlich hohes Schadenspotential
wie eine Körperverletzung. Den besonderen Unrechtsgehalt derartiger
Deepfakes erfasst insbesondere das Kunsturhebergesetz nicht. Deepfakes,
die „in Wahrnehmung überwiegend berechtigter Interessen“
zugänglich gemacht werden, beispielsweise im Auftrag der Kunst, Wissenschaft
oder der Berichterstattung, werden ausdrücklich ausgenommen

Quelle:stmj.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.