München -Dresden:

Ziel: internationale Führungsrolle in der Entwicklung neuartiger Computing-Technologien – Insgesamt sechs Millionen Euro für zukunftsweisende Weiterentwicklung derzeitiger Hardware-Plattformen – Länderübergreifende Hochschul-Kooperation zwischen LMU und TUM sowie TU Dresden bündelt herausragende Kompetenzen – Blume: „Energieeffiziente Hardware und wegweisende Software-Konzepte sind unser Schlüssel für Fortschritt in Medizin, Robotik und Kommunikation“

Innovative Doppelspitze: Bayern und Sachsen wollen die Grenzen aktueller Hardware-Plattformen für KI-Anwendungen mit dem gemeinsamen Forschungsprojekt GAIn (Next Generation Al Computing) überwinden. Das Projekt geht auf eine Initiative der Bayerischen KI-Agentur zurück, die die Kooperationspartner in beiden Freistaaten zusammengeführt hat.

Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume: „Gemeinsam bauen wir am Weg in ein neues Zeitalter: Wo heute noch Grenzen sind, erweitern Bayern und Sachsen den Horizont in der KI-Forschung. Mit stetig wachsenden Anforderungen in Medizin, Robotik und Kommunikation muss auch unser technologischer Fortschritt an Größe gewinnen. Energieeffiziente Hardware und wegweisende Software-Konzepte sind dafür unser Schlüssel. Auch wenn wir uns heute noch nicht vorstellen können, was irgendwann einmal möglich sein wird, müssen wir schon jetzt ein Fundament schaffen, auf das wir auch in Zukunft aufbauen können. Unsere beiden Münchner Exzellenz-Universitäten und die TU Dresden stellen dafür ein exzellentes Team – das fördern wir in den kommenden drei Jahren in Bayern gerne mit drei Millionen Euro. So nutzen wir den einmaligen Schub der 5,5 Milliarden Euro schweren Hightech Agenda und der neuen KI-Offensive Bayern, um weitere internationale Impulse zu setzen und Deutschlands strategische Position auf diesem entscheidenden Zukunftsfeld nachhaltig zu stärken.“

Sachsens Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow: „Mit dem Forschungsprojekt GAIn wollen wir Sachsen und Bayern eine internationale Führungsrolle für zentrale Computing-Technologien verschaffen und so auch einen Beitrag zu Deutschlands technologischer Souveränität leisten. Sachsen hat eine beeindruckende Expertise im Bereich visionärer Hardware, Kommunikation und Robotik aufgebaut und ist durch die Ansiedlung großer Chip-Fabriken und innovativer Start-ups europaweit führend in der Mikroelektronik. Die Kooperation zwischen Sachsen und Bayern verspricht, die in beiden Ländern vorhandenen herausragenden Forschungs- und Innovationskompetenzen zu verknüpfen und gemeinsam an völlig neuartiger KI-Hardware und entsprechenden Software-Konzepten zu arbeiten. Ich freue mich sehr, dass wir dieses herausragende Projekt in Sachsen mit drei Millionen Euro unterstützen können.“

Kommunikation, Medizin und Robotik: Hardware-Plattformen maßgeblich für Erfolg KI-basierter Technologien

Der rasante Fortschritt im Bereich der Künstlichen Intelligenz hat in den letzten Jahren weltweit auch gezeigt, dass die Anwendung von KI und darauf basierender Technologien maßgeblich von den eingesetzten Hardware-Plattformen abhängig ist. Denn langfristig stehen KI-Anwendungen vor Herausforderungen in den Bereichen Energieverbrauch, Berechenbarkeit, Zuverlässigkeit und der Umsetzung rechtlicher Anforderungen (wie z.B. dem EU AI and Data Act). Diese können nach Einschätzung namhafter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), der Technischen Universität München (TUM) und der Technischen Universität Dresden mit der derzeitigen Hardware –  Central Processing Units (CPUs) für Computing und Graphics Processing Units (GPUs) für KI-Anwendungen – nicht mehr vollständig bewältigt werden.

Dadurch könnten Weiterentwicklungen etwa in den Bereichen Kommunikation, Medizin und Robotik stark eingeschränkt oder – im Fall des Energieproblems – sogar zum Erliegen gebracht werden. Die Energieproblematik beim Computing über CPUs/GPUs ist damit eine der zentralen Herausforderungen auf dem weiteren Weg im Bereich der KI-Anwendungen. Mit der Entwicklung neuartiger KI-Hardware und entsprechenden Software-Konzepten in dem Projekt GAIn soll diese gelöst werden, indem bei Kl-basierten Anwendungen der Energieverbrauch signifikant reduziert wird.

Weitere Herausforderungen, die mit dem Computing über CPUs und GPUs als Hardware-Plattformen verbunden werden, sind mangelnde Berechenbarkeit von KI-Lösungen bei vielen Problemstellungen und mangelnde Zuverlässigkeit von KI, z.B. im Bereich der Weiterentwicklung des autonomen Fahrens. Zudem wurde im Hinblick auf rechtliche Anforderungen inzwischen aufgezeigt, dass auf derzeitigen Hardware-Plattformen trainierte KI bei diversen kritischen Problemklassen die rechtlich verlangte „Algorithmische Transparenz” und das „Recht auf Erklärung“ nicht erfüllen kann.

Aktuelle Computing-Technologien: CPUs und GPUs

Nach dem aktuellen Stand der Technik werden weltweit für Computing fast ausschließlich sogenannte Central Processing Units (CPUs) und für KI-Anwendungen Graphics Processing Units (GPUs) als Hardware-Plattformen verwendet. Anwendungen im Bereich der KI benötigen ebenso wie virtuelle Welten massives Computing; die Robotik wie auch Kommunikationstechnologien basieren auf verteiltem Computing. Bisweilen wird die Problematik des Energiebedarfs bereits als Flaschenhals bei der weiteren Entwicklung von KI-Anwendungen bezeichnet. Insbesondere gibt es weltweit keine Rechenzentren im Gigawattbereich, und es gibt bislang auch international keine Erfahrungen hinsichtlich der Energiebereitstellung für derartige großdimensionierte Infrastrukturen.

Quelle:stmwk.nayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.