Berlin:

Digitaler Verbraucherschutz

Verbraucherinnen und Verbraucher wünschen klare Verantwortlichkeiten und
Transparenz bei Online-Marktplätzen

Studie im Auftrag des DIN-Verbraucherrats veröffentlicht:
„Online-Marktplätze aus Verbrauchersicht: Probleme, Barrieren und
Lösungsansätze“

Der Handel über Online-Marktplätze hat einen bedeutenden Einfluss und
macht fast die Hälfte des Gesamtumsatzes im Onlinehandel aus. Plattformen,
auf denen eine Vielzahl von Dritthändlern ihre Produkte vertreiben, bieten
Verbraucher*innen viele Vorteile wie ein breites Produktsortiment und
standardisierte Transaktionsprozesse. Dennoch treten bei Transaktionen
über Online-Marktplätze auch vielfältige Probleme für Verbraucher*innen
auf. Vor diesem Hintergrund hat ConPolicy – Institut für
Verbraucherpolitik – im Auftrag des DIN-Verbraucherrats eine Studie über
die Verbraucherprobleme bei Transaktionen über Online-Marktplätze
erstellt.

Dr. Christiane Rohleder, Staatssekretärin im Bundesministerium für
Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz: „Die
Studie des DIN-Verbraucherrats zeigt deutlich: Verbraucher*innen erwarten
von Online-Marktplätzen mehr Verantwortung für die dort verkauften
Produkte und dass die Plattformen unseriöse Geschäftspraktiken
verhindern. Wichtig ist, dass Verbraucher*innen vor einem Kauf deutlich
darauf hingewiesen werden, dass es sich um einen Kauf auf einem
Online-Marktplatz und keinen Online-Shop handelt und welche
Verantwortlichkeiten sich daraus ergeben.“

Innerhalb der Befragung wurde deutlich, dass Verbraucher*innen oftmals
nicht wissen, ob es sich bei dem Online-Händler um einen Marktplatz oder
einen reinen Online-Shop handelt. So wussten nur etwa 10 Prozent der
Befragten, dass es sich bei Douglas, Decathlon und H&M um einen
Online-Marktplatz handelt. Bei dem Marktplatzanbieter Amazon waren sich
immerhin über 50 Prozent der Befragten sicher. Bedenklich ist, dass die
Mehrheit der befragten Verbraucher*innen kein klares Verständnis von der
Verantwortungsteilung zwischen Online-Marktplätzen und Dritthändlern hat
und dabei ihren Kenntnisstand zu den Eigenschaften grundsätzlich zu hoch
einschätzen. Die Frage nach den Aufgaben von Online-Marktplätzen und
Dritthändlern beantworteten weniger als die Hälfte der Befragten korrekt.
Nur 26 Prozent gaben richtigerweise an, dass der Dritthändler
Vertragspartner der Kundinnen und Kunden wird, wenn der Kaufvertrag
zustande kommt. Lediglich 18 Prozent ist bekannt, dass der Dritthändler
sicherstellen muss, dass die verkauften Produkte gesetzliche Anforderungen
einhalten. Eine klare Kennzeichnung für Webseiten, die Produkte von
Dritthändlern vertreiben, wünschen sich 88 Prozent der
Befragungsteilnehmer*innen, und 90 Prozent erwarten sogar, dass
Online-Marktplätze mehr Verantwortung übernehmen. Verbraucher*innen
begegnen bei Transaktionen über Online-Marktplätzen verschiedenen
Problemen, wobei die Qualität der gelieferten Produkte, die
Zufriedenstellung von Kundeninteressen und der Kundenservice von
Online-Marktplätzen und Dritthändler*innen im Vordergrund stehen. Bei der
Online-Befragung kam heraus, dass das Vertrauen in reine Online-Shops
grundsätzlich größer ist als in Marktplätze. Auf Marktplätzen hingegen
genießen Produkte die direkt durch Marktplatzbetreiber vertrieben werden
mehr Vertrauen als Produkte von Dritthändlern.

Michaela Hildebrandt, Projektmanagerin beim DIN-Verbraucherrat: „Die
Studie gibt nicht nur konkrete Handlungsempfehlungen für die
Verbraucherpolitik, sondern leitet auch Empfehlungen für die Normung ab.
Hierbei fällt auf, dass Online-Marktplätzen innerhalb der Normung noch
wenig Aufmerksamkeit zu Teil wird.“

Der DIN-Verbraucherrat ist bereits international an der Normung im Bereich
E-Commerce beteiligt und wird die Ergebnisse der Studie in seine
Normungsarbeit einfließen lassen. Die Autoren der Studie empfehlen als
ersten Schritt eine Begriffsklärung von Online-Marktplätzen und eine
klare Kommunikation der Verantwortungsteilung zwischen Online-Marktplätzen
und Verbraucher*innen.

Die Studie zu Online-Marktplätzen steht zum Download zur Verfügung.

Online-Marktplätze aus Verbrauchersicht: Probleme, Barrieren und
Lösungsansätze
<https://www.bmuv.de/presseverteiler/lt.php?tid=oDp0epDpqS+WQm2MlncA9fDJXCaz/N1+nbvVumN0NHuBuBNZyf+roKSsg41K6FIQ>

Für weitere Informationen und Anfragen wenden Sie sich bitte an:

DIN-Verbraucherrat; Mail: verbraucherrat@din.de
<mailto:verbraucherrat@din.de>

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Über den DIN-Verbraucherrat

Der DIN-Verbraucherrat vertritt die Interessen der nichtgewerblichen
Endverbraucherinnen und Endverbraucher in der nationalen, europäischen und
internationalen Normung und Standardisierung. Er berät und unterstützt
dabei die Lenkungs- und Arbeitsgremien von DIN. Das Bundesministerium für
Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV)
fördert den DIN-Verbraucherrat auf Grund eines Beschlusses des Deutschen
Bundestages.

Ausführliche Informationen über den DIN-Verbraucherrat
<https://www.bmuv.de/presseverteiler/lt.php?tid=tkngAJwVwcScFn3kPAWJOvDJXCaz/H1+nbvVumN0NHuBuBNZyf8roKSsg41K6FIQ>

Quelle: bmuv.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.