Berlin:

Özdemir: Digitale Anbindung entscheidende Zukunftsfrage für ländliche Räume
Bundesminister Özdemir besucht Smart Country Convention in Berlin

Der Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Cem Özdemir, hat anlässlich seines Besuchs der diesjährigen Smart Country Convention dazu aufgerufen, Desinformation und Hetze im Internet entschieden entgegenzutreten: „Wir spüren in diesen Tagen die Ambivalenz der digitalen Welt auf besonders schmerzhafte Art und Weise. Die Fülle an Desinformation und Hass hat nach dem bestialischen Terrorakt der Hamas gegen Israel nochmal zugenommen. Wir dürfen den digitalen Raum nicht den Leuten überlassen, die ihn missbrauchen! Gerade jetzt geht es darum, dagegenzuhalten, nachzufragen, klarzustellen – und nicht zu schweigen.“

Der Bundesminister machte zugleich deutlich, dass er in der Digitalisierung große Chancen sieht: „Wir haben es selbst in der Hand, was wir daraus machen. Meine Eindrücke von der diesjährigen Smart Country Convention haben mich sehr beeindruckt und stimmen mich zuversichtlich, dass Digitalisierung uns bei den entscheidenden Zukunftsfragen voranbringen kann.“

Die Digitalisierung biete insbesondere große Potentiale für eine langfristig gute Entwicklung in den ländlichen Regionen: „Gerade in der digitalen Verbindung und Verknüpfung steckt eine große Kraftreserve für die gesellschaftliche, soziale und wirtschaftliche Entwicklung vor Ort. Umso wichtiger ist es, dass dafür auch die entsprechende Infrastruktur bereitgestellt wird. Hier sehen wir Fortschritte, aber gerade beim Breitbandausbau brauchen wir unbedingt noch mehr Tempo, damit die Menschen auf dem Land nicht abgehängt werden. Das ist auch eine Frage der Gerechtigkeit und des gesellschaftlichen Zusammenhalts.“

Ländliche Region sind natürlich nicht alle gleich, sondern mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen konfrontiert. So stehen Landkreise in den Speckgürteln von Ballungszentren, die stark aufgestellt sind, eher strukturschwachen Regionen gegenüber. Dazu Bundesminister Özdemir weiter: „Als zuständiger Bundesminister für die ländlichen Räume ist es mir wichtig, die Menschen auf dem Land bei der Gestaltung der Digitalisierung in besonderem Maße zu fördern und zu entlasten. Gerade besonders strukturschwache Kommunen wollen wir dabei unterstützen, digitale Technologien als Beitrag für gleichwertige Lebensverhältnisse zu nutzen.“

Mit dem Bundesprogramm „Ländliche Entwicklung und regionale Wertschöpfung“ (BULEplus)<https://www.bmel.de/DE/themen/laendliche-regionen/foerderung-des-laendlichen-raumes/bundesprogramm-laendliche-entwicklung/bundesprogramm-laendliche-entwicklung_node.html> fördert das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gezielt Projekte, die ganz konkrete Probleme in ländlichen Regionen mithilfe neuer digitaler Technologien lösen. So werden etwa über das Modellvorhaben „Smarte.Land.Regionen“<https://www.bmel.de/DE/themen/laendliche-regionen/digitales/smarte-landregionen/smarte-landregionen_node.html> Ideen für zukunftsrelevante Bereiche wie E-Mobilität, E-Learning und Bildung, Telemedizin oder die flexible, ortsunabhängige Gestaltung von Arbeit gefördert.

Mit dem Projekt „Land.Funk“<https://www.bmel.de/DE/themen/laendliche-regionen/digitales/mud-land-funk.html> macht sich das BMEL für die Nutzung der Möglichkeiten der Mobilfunktechnologie 5G stark. Dafür unterstützt es Projekte, die einen Beitrag zur Sicherung von Teilhabe und Daseinsvorsorge auf dem Land leisten. Gefördert wird zum Beispiel die Entwicklung einer 5G-Anwendung zur Verbesserung der Kommunikation und Koordination bei Such- und Rettungseinsätzen in ländlichen Regionen. Durch ein 5G-Hilfsmobilfunknetz über Drohnen wird dabei sichergestellt, dass dies auch in Funklöchern funktioniert.

Mit „Ländliche Räume in Zeiten der Digitalisierung“<https://www.ble.de/DE/Projektfoerderung/Foerderungen-Auftraege/BULE/Foerdermassnahmen/Forschungsvorhaben/Digitalisierung.html> fördert das BMEL 14 Forschungsprojekte, die aktuelle wirtschaftliche, gesellschaftliche und räumliche Veränderungen in Zusammenhang mit der Digitalisierung analysieren. Erforscht wird dabei etwa das besondere Potential von Open Data für die Daseinsvorsorge in ländlichen Räumen. Auch die Förderung künstlicher Intelligenz<https://www.bmel.de/DE/themen/digitalisierung/kuenstliche-intelligenz.html> spielt eine Schlüsselrolle. Das BMEL unterstützt in dem Bereich insgesamt 36 Verbundprojekte dabei, digitale Anwendungen wie Deep Learning, maschinelles Lernen oder Robotik in der Landwirtschaft, der Lebensmittelkette, bei der Ernährung und den ländlichen Räumen zu etablieren.

Hintergrund:
Die Messe Smart Country Convention findet einmal jährlich in Berlin statt. Für drei Tage werden digitale Lösungen für Verwaltungen und den öffentlichen Sektor vorgestellt. Auch das BMEL ist dort mit einem eigenen Stand vertreten (hub27, Stand 604).

Quelle:bmel.bund.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.