Berlin:

Die Sieger des 27. Bundeswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ stehen fest!

Heute hat die Jury die Gewinner des 27. Bundeswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gekürt. Die aus rund 1.100 Teilnehmerdörfern ausgewählten 22 Bundessieger wurden nun im Rahmen der Endrunde nochmals gesondert bewertet. Mit Gold ausgezeichnet werden die Dörfer Bliesmengen-Bolchen, Fredersdorf (Landkreis Potsdam-Mittelmark), Huglfing, Kirchboitzen, Marbeck, Meinheim und Mensfelden.

Die sieben Golddörfer konnten mit herausragendem bürgerschaftlichen Engagement, vorbildlichen Ideen und innovativen Konzepten überzeugen, um ihre Dörfer zukunfts- und widerstandsfähig zu entwickeln. Sie erhalten ein Preisgeld von jeweils 15.000 €. Darüber hinaus werden neun Dörfer mit Silber (10.000 € Preisgeld) und sechs Orte mit Bronze (5.000 € Preisgeld) geehrt. Außerdem werden in diesem Jahr Sonderpreise vergeben an Benroth für Kalte Nahwärme (zukunftsweisende, klimaneutrale Heizung durch Umweltwärme), an Burglemnitz für die digitale Dokumentation der Dorfgeschichte, an Weyhers für das Mehrgenerationenzentrum „Alte Post“ sowie an Zedtwitz für den ZEDTkauf (ehemalige innerörtliche Hofstelle wird als gemeinschaftlich organisiertes Nahversorgungszentrum mit Generationentreffpunkt genutzt), die mit je 3.000 € dotiert sind.

Dazu sagt der Bundesminister für Ländliche Räume, Cem Özdemir: „Ich gratuliere den 22 Bundessiegern herzlich. Die vielen Engagierten und Ehrenamtlichen haben eindrucksvoll gezeigt: Unsere Dörfer und ländlichen Regionen haben Zukunft! Die Menschen vor Ort haben sich ganz unterschiedlich den Herausforderungen in ihren Gemeinschaften gestellt und ihre Vorstellungen von einem attraktiven Dorfleben verwirklicht. Entscheidend ist, und das gilt für alle Teilnehmenden: Wer sich mit Herzblut und guten Ideen einsetzt, leistet einen wichtigen Beitrag für lebenswerte und zukunftsfähige ländliche Regionen. Alle teilnehmenden Dörfer haben ein Beispiel dafür gegeben, wie viel sich mit Engagement und pragmatischen Konzepten erreichen lässt. Weiter so!“

Hintergrund:
Bereits zum 27. Mal ehrt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft bürgerschaftliches Engagement und die ganzheitliche Entwicklung unserer Dörfer. Der Bundeswettbewerb lädt dazu ein, die gemeinschaftlichen Leistungen und Lösungsansätze zur Dorfentwicklung vorzustellen. Er ist Bestandteil des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung und Regionale Wertschöpfung (BULEplus), das der Förderung und Erprobung innovativer Ansätze der ländlichen Entwicklung dient und auch Impulse für die Verbesserung der Regelförderung setzt.

Rund 1.100 Dörfer aus ganz Deutschland haben sich am 27. Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ beteiligt, um eine der begehrten Auszeichnungen zu erhalten. Insgesamt hatten sich 22 Dörfer für die Endrunde qualifiziert. Die Bewertungskommission ist drei Wochen lang von Dorf zu Dorf gereist. Dabei wurden unter anderem Ziele und Entwicklungskonzepte, wirtschaftliche Initiativen und die Verbesserung der Infrastruktur, soziales Engagement und dörfliche kulturelle Aktivitäten, wertschätzender und sensibler Umgang mit Baukultur, Natur und Umwelt bewertet.

In der Bundesbewertungskommission waren unter dem Vorsitz von Hans-Jörg Birner (Bürgermeister der Gemeinde Kirchanschöring), Marion Frohnapfel (Bürgermeisterin der Gemeinde Nüsttal) und Volkhard Warmdt (Erster Bürgermeister der Gemeinde Wiesenbronn) neben Mitarbeitern des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft weitere Einrichtungen und Verbände vertreten: Einige Landwirtschaftsministerien der Länder, Deutscher Landkreistag, Deutscher Städte- und Gemeindebund, Deutscher Bauernverband e. V., Deutscher LandFrauenverband e. V., Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V., Deutscher Verband für Landschaftspflege, Verband der Gartenbauvereine in Deutschland, Deutsche Gartenbaugesellschaft 1822 e. V., Bund Deutscher Landschaftsarchitekt:innen, Bund der Deutschen Landjugend e. V., Katholische Landjugendbewegung Deutschlands e. V., Evangelische Jugend in ländlichen Räumen, Zentralverband des Deutschen Handwerks e. V. sowie Bund Heimat und Umwelt e. V.

Der Traditionswettbewerb ist seit 1961 fester Bestandteil ländlicher Entwicklung und soll Menschen motivieren, ihre Zukunftsperspektiven zu bestimmen und aktiv an der Verbesserung der Lebensqualität auf dem Lande mitzuwirken.

Die Siegerehrung des Dorfwettbewerbs findet am 26. Januar 2024 während der Internationalen Grünen Woche in Berlin im Rahmen eines großen Dorffestes statt.

Weitere Informationen zum Dorfwettbewerb 2023 – unter anderem mit Kurzprofilen zu den 22 Finalisten-Dörfern – können Sie hier<http://www.bmel.de/dorfwettbewerb> abrufen.
27. Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ 2023

Die Gewinner:

GOLD:
• Bliesmengen-Bolchen, Saarpfalz-Kreis, Saarland
• Fredersdorf, Landkreis Potsdam-Mittelmark, Brandenburg
• Huglfing, Landkreis Weilheim-Schongau, Bayern
• Kirchboitzen, Heidekreis, Niedersachsen
• Marbeck, Kreis Borken, Nordrhein-Westfalen
• Meinheim, Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, Bayern
• Mensfelden, Kreis Limburg-Weilburg, Hessen

SILBER:
• Auen-Holthaus, Landkreis Cloppenburg, Niedersachsen
• Benroth, Oberbergischer Kreis, Nordrhein-Westfalen
• Burglemnitz, Saale-Orla-Kreis, Thüringen
• Lautern, Ostalbkreis, Baden-Württemberg
• Lütgeneder, Kreis Höxter, Nordrhein-Westfalen
• Medelby, Kreis Schleswig-Flensburg, Schleswig-Holstein
• Neutrebbin, Landkreis Märkisch-Oderland, Brandenburg
• Rammenau, Landkreis Bautzen, Sachsen
• Zedtwitz, Landkreis Hof, Bayern

BRONZE:
• Friedersdorf, Landkreis Görlitz, Sachsen
• Güsen, Landkreis Jerichower Land, Sachsen-Anhalt
• Milchenbach, Kreis Olpe, Nordrhein-Westfalen
• Ummanz, Landkreis Vorpommern-Rügen, Mecklenburg-Vorpommern
• Weyhers, Landkreis Fulda, Hessen
• Wolfsberg, Landkreis Mansfeld-Südharz, Sachsen-Anhalt

Quelle: bmel.bund.de

 

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