Brüssel:

Die Mitgliedstaaten der EU haben heute im Ausschuss der Ständigen Vertreter (AStV) eine Einigung
zum 11. EU-Sanktionspaket erzielt.

Der Rat wird das Paket nun im schriftlichen Verfahren
kurzfristig beschließen; es tritt im Anschluss in Kraft. Mit dem Paket stärkt die EU ihr
Instrumentarium, um konsequent gegen die Sanktionsumgehung vorgehen zu können.
Robert Habeck, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz: „Die Umgehung von Sanktionen ist
nicht akzeptabel. Wir müssen entschlossen dagegen angehen. Hierfür habe ich im Februar Vorschläge
vorgelegt, die das heute beschlossene 11. Sanktionspaket in zentralen Punkten aufgreift. Mit dem
neuen Maßnahmenbündel können wir EU-weit besser und effektiver gegen die Sanktionsumgehung
vorgehen. Damit untermauern wir als EU abermals unsere Entschlossenheit und Einigkeit gegenüber der
völkerrechtswidrigen russischen Aggression. Jetzt gilt es, die Maßnahmen des 11. Pakets konsequent
umzusetzen.“
Kern des 11. Sanktionspakets ist ein Maßnahmenbündel gegen die Umgehung der Sanktionen über
Drittstaaten. Vorgesehen ist, dass wir mit den betroffenen Drittstaaten noch enger zusammenarbeiten
und gemeinsam gegen die Sanktionsumgehung vorgehen. Darüber hinaus stellt das Sanktionspaket
weitere Handlungsoptionen zur Verfügung: Möglich sind Maßnahmen gegen einzelne Unternehmen aus
Drittstaaten, aber auch Exportbeschränkungen gegenüber Drittstaaten selbst. Solche
Exportbeschränkungen für einzelne besonders kritische Güter gegenüber Drittstaaten kommen in
Betracht, wenn alle anderen Bemühungen ohne Erfolg bleiben.
Auch wird eine sogenannt Jedermannspflicht im Sanktionspaket jetzt auch für den Bereich der
handelsbezogenen Verbote des Russland-Embargos eingeführt. Das bedeutet, es gilt eine an Jedermann
gerichtete allgemeine Informationsoffenlegungspflicht. Wer über sanktionsrelevante Informationen
verfügt, muss diese den Sanktionsdurchsetzungsbehörden melden. Das ist wichtig, denn Hinweise und
Informationen weiterzugeben ist ein entscheidender Baustein für eine effektive Bekämpfung der
Sanktionsumgehung.
Zudem wird der Transit kritischer Güter über Russland in Richtung Drittstaaten stärker
eingeschränkt. Künftig greift das Transitverbot nicht nur für Dual-Use-Güter, sondern auch für die
sog. Advanced-Tech-Güter. Solche Güter könnten zur militärischen und technologischen Stärkung
Russlands beitragen. Der Transit durch Russland birgt besonders starke Umgehungsrisiken, das Verbot
ist daher bei solchen besonders kritischen Gütern eine essentielle Maßnahme.
Eine weitere wichtige Neuerung im 11. Sanktionspaket betrifft das Öl-Importverbot. Die Ausnahme zum
weiteren Bezug von russischem Pipeline-Öl gilt jetzt für Polen und Deutschland nicht mehr. Damit
wird jetzt auch rechtlich nachgezogen, was in Deutschland bereits seit Jahresbeginn umgesetzt
wurde. Deutschland bezieht bereits seit Jahresbeginn keinerlei russisches Öl mehr, auch nicht über
Pipeline. Der Markt hat sich erfolgreich unabhängig gemacht und alternative Bezugsquellen
etabliert. Da ist es nur folgerichtig, wenn dies nun in den Sanktionen verbindlich nachgezogen
wird.
Ein Überblickspapier zu den Maßnahmen gegen Sanktionsumgehung im 11. Sanktionspaket finden Sie hier.

https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2023/06/20230621-eu-beschliesst-massnahmenbuendel-gegen-sanktionsumgehung.html

Quelle: abo-bmwi.de

 

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.