Berlin:

Özdemir: Jugend ist Schlüssel für nachhaltige Landwirtschaft
BMEL-Nachhaltigkeitskonferenz zu Transformation des Agrar- und Ernährungssektors

Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir hat sich für mehr Teilhabe jüngerer Menschen stark gemacht. „Unsere Jugend ist der Schlüssel dafür, die Agrar- und Ernährungssysteme krisen- und zukunftsfest zu machen“, sagte Özdemir bei der Nachhaltigkeitskonferenz des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) am 4. Mai 2023 in Kirchberg/Jagst (Baden-Württemberg). „Wer heute oder in den nächsten Jahren einen Hof übernimmt, wird stärker von den Folgen der Klimakrise betroffen sein – und zwar mit jedem Tag, den wir tatenlos verstreichen lassen. Es ist folgerichtig, dass die junge Generation zentral zu Wort kommt, Verantwortung übernimmt und mitgestaltet. Aufgabe der Politik ist es, neben dem Heute immer auch die nachfolgenden Generationen im Blick zu behalten.“

Auf der Nachhaltigkeitskonferenz diskutieren Landwirtinnen und Landwirte aus konventionellen wie Öko-Betrieben mit Ernährungswirtschaft, Wissenschaft und Politik, wie der Schutz und die Nutzung der Lebensgrundlagen wie Böden, Wasser, Luft, Klima und Biodiversität besser miteinander in Einklang gebracht werden können. Der Fokus der Konferenz liegt insbesondere auf der jüngeren Generation sowie ihren Vorstellungen und Lösungsansätzen für die Umsetzung einer nachhaltigen Landwirtschaft und Ernährung. So präsentieren zwei Mitglieder der Zukunftskommission unter dem Titel „Nachhaltigkeit Jetzt!“ die Erwartungen der Jugend: Theresa Schmidt, Bundesvorsitzende des Bundes der Deutschen Landjugend und Moritz Tapp, Bundesvorstand der Jugend im Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND).

In fünf Fachforen zu Ernährung, Tierhaltung und Öko-Landbau, zu Klimaschutz und ländlichen Räumen sowie in Diskussionsrunden können die Teilnehmenden ihre Erfahrungen und Lösungsansätze aktiv austauschen. Neben Bundesminister Özdemir sprechen außerdem Frans Timmermans, Vizepräsident der EU-Kommission, sowie der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Die Nachhaltigkeitskonferenz bildet den Startpunkt für einen umfassenden Konsultationsprozess zum Transformationsbericht zu nachhaltigen Agrar- und Ernährungssystemen, den das BMEL, gemeinsam mit dem Bundesumweltministerium (BMUV), im Laufe des Jahres 2023 erarbeiten wird.

In seiner Eröffnungsrede zum Umbau der Agrar- und Ernährungswirtschaft betonte Özdemir, dass Nachhaltigkeit einen fairen Ausgleich zwischen Gegenwart und Zukunft schaffen müsse: „Je früher und verlässlicher wir uns auf den Weg machen, desto eher werden wir dieses Ziel erreichen, das uns zugleich krisenfester und stärker macht. Fruchtbare Böden, bestäubende Insekten, ausreichend Wasser – das ist die Voraussetzung, dass wir satt werden können. Und wenn wir Böden, Wasser, Artenvielfalt und Klima nicht besser schützen, dann wird das unsere Ernährung in einem Ausmaß gefährden, das sich manche offenbar nicht vorstellen können.“

Wege aus der Krise sieht Özdemir in mehr Öko-Landbau, mehr Tierwohl und bessere Ernährung: „Es ist unser Ziel, 30 Prozent Öko-Landbau bis 2030 zu erreichen. Er schützt in besonderem Maße Klima und Artenvielfalt, Boden, Wasser und Luft. Dabei geht es um Öko in der gesamten Wertschöpfungskette – auf den Feldern und in der Herstellung, in den Ladenregalen, in der Außer-Haus-Verpflegung und natürlich auch an der Ladenkasse. Gerade das vergangene Jahr hat uns einmal mehr deutlich gemacht, wie wichtig stabile Wirtschafts- und Nährstoffkreisläufe sind, um dadurch unabhängiger und krisenfester zu sein.“

Der Bundesminister betonte: „Wir wollen weniger Tiere besser halten, um Mensch, Natur und Tieren besser gerecht zu werden. Wenn Bäuerinnen und Bauern nachhaltiger wirtschaften sollen, dann muss uns das als Politik und Gesellschaft auch an der Ladentheke mehr Wert sein. Daher stellt diese Bundesregierung für den zukunftsfesten Umbau der Tierhaltung in dieser Legislatur so viele Mittel bereit wie noch keine Bundesregierung davor. Es geht dabei unter anderem darum, dass wir uns künftig stärker pflanzenbetont ernähren. Weniger Fleisch heißt übrigens nicht kein Fleisch. Vielmehr brauchen wir Tierhaltung für eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft. Auch mein Gemüse braucht Tierhaltung!“

Die gesamte Rede finden Sie zum Nachlesen hier<https://www.bmel.de/goto?id=103434>.

Quelle: bmel.bund.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.