München:

Wirtschaft leidet unter mangelhafter Umsetzung der Energiepreisbremsen

Aiwanger: „Energiepreisbremsen sind Blindgänger statt Doppelwumms. Sie kommen bei Unternehmen nicht an“

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat die Umsetzung der Energiepreisbremsen durch den Bund kritisiert. Der Staatsminister bezieht sich auf Erfahrungsberichte vieler Unternehmen, die unter anderem durch den Verband der Bayerischen Wirtschaft (vbw) dem Wirtschaftsministerium weitergeleitet wurden.    Aiwanger: „Die Umsetzung der Energiepreisbremsen durch den Bund zeigt, dass aus dem Doppelwumms ein Blindgänger geworden ist. Es ist wie befürchtet: Die Preisbremsen kommen bei den Unternehmen nicht an. Die Regeln sind zu kompliziert und die Anforderungen zu hoch. Der Preisdeckel für Strom ist zu hoch angesetzt, so dass die Preisbremse oft nicht richtig greift. Die Unternehmen bleiben also weiter auf ihren hohen Energiekosten sitzen, können nicht investieren und verlieren Kunden. Soweit sie die hohen Energiekosten weitergeben können, wird dadurch die Inflation angetrieben. Weil die Regeln so kompliziert sind, müssen die Betriebe teure Beratungsleistungen einkaufen, was einen Großteil der Hilfen auffrisst. Die Kleinen, die sich das nicht leisten können, bleiben ohnehin außen vor. Zudem sind die beihilferechtlichen Vorgaben der EU viel zu streng und gehen an der Lebenswirklichkeit vorbei.“

Die Arbeitsplatzerhaltungspflicht bis 2025 führe dazu, dass die Betriebe Rückstellungen bilden müssen, weil sie bei der unsicheren Wirtschaftslage nicht sicher sagen können, wie viele Mitarbeiter sie künftig haben werden und ob sie dann Hilfen zurückzahlen müssten. „Zu allem Überfluss laufen die Preisbremsen nur noch bis Jahresende. Wir brauchen aber Planungssicherheit: gerade für energieintensive Betriebe im internationalen Wettbewerb muss eine tragfähige Anschlusslösung geschaffen werden – mit einem Industriestrompreis von höchstens 4 Cent pro kWh und zwar unbefristet. Die Bundesregierung muss jetzt reagieren: die Betriebe brauchen unbürokratische und schnelle Hilfe, die auch ankommt  kein kompliziertes Gesetz, das niemand versteht“, forderte Aiwanger.

Quelle: stmwi.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.