Europa:

Die Wälder Europas sind wertvolle Ökosysteme, Kohlenstoffspeicher, Erholungsräume und bedeutende Rohstofflieferanten zugleich. In seiner Doppelrolle als Klimaschützer und Rohstoffproduzent gewinnt der Wald zunehmend an Bedeutung. Um die unterschiedlichen Anforderungen an die Wälder Europas noch besser in Einklang bringen zu können, wurde heute in Brüssel mit „ThinkForest“ eine neue Diskussionsplattform zur Waldpolitik in Europa gegründet. Die Plattform soll Politik und Wissenschaft zusammenbringen und Transparenz über alle relevanten Daten, Fakten und Prozesse herstellen.

„Mit der neuen Plattform ThinkForest etablieren wir einen europäischen Dialog über die verschiedenen Ansprüche an den Wald und erweitern gleichzeitig das Wissen über unsere Wälder. Die Wälder in Europa prägen unsere Kulturlandschaft, sind vielfältig und haben eine ebenso vielfältige Bedeutung: Natur- und Artenschutz, Klimaschutz und das Erholungsbedürfnis der Bürger werden bei der nachhaltigen Waldbewirtschaftung, wie sie in Europa praktiziert wird, ebenso berücksichtigt wie der drängende Bedarf an nachwachsenden Rohstoffen. Wir brauchen eine gesunde Forstwirtschaft, denn nur nachhaltig bewirtschaftete Wälder können die zahlreichen Anforderungen unserer Gesellschaft erfüllen“, sagte Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner bei der Eröffnungsveranstaltung am Dienstag in Brüssel.

Der im internationalen Vergleich sehr gute Zustand der europäischen Wälder sei das maßgebliche Verdienst von Generationen verantwortungsvoll und nachhaltig wirtschaftender Forstleute und Waldbesitzer, so die Ministerin. Für deren Wirken gelte es auch künftig verlässliche Rahmenbedingungen zu schaffen, da mehr als die Hälfte der Wälder sich in Privatbesitz befinden. Die Privatwaldbesitzer leisten wertvolle Beiträge für Einkommen und Wertschöpfung im ländlichen Raum.

Rund 42 Prozent der Fläche der Europäischen Union sind mit Wald bedeckt. Dies entspricht einer Größe von 177 Millionen Hektar. Davon sind rund 60 Prozent Privatwald. Deutschland zählt mit seinen großen Holzvorräten und seinen elf Millionen Hektar Wald zu einem der wichtigsten Wald- und Holzländer Europas. So verzeichnet die Forst- und Holzbranche in Deutschland einen Umsatz von jährlich 170 Milliarden Euro und beschäftigt über 1,2 Millionen Menschen. Zusätzlich wird allein durch den CO2-Speicher Wald und die Holzverwendung in Deutschland die Atmosphäre jährlich um 125.000.000 Tonnen Kohlenstoffdioxid (CO2) entlastet.

Quelle: bmelv.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.