Brüssel:

Europäische Kommission nimmt überarbeiteten Beihilferahmen für Transformationstechnologien an
Mehr Förderung für grüne Technologien möglich

Die Europäische Kommission hat heute im Kontext ihres am 1. Februar vorgestellten „Green Deal
Industrial Plan“ den beihilferechtlichen „Befristeten Krisen- und Übergangsrahmen“ (Temporary
Crisis and Transition Framework (TCTF)) angenommen. Die neuen Beihilferegeln sollen dazu dienen,
den Rahmen für die staatliche Förderung des grünen Wandels zu verbessern, insbesondere durch
erleichterte Förderbedingungen für Investitionen im Bereich der Transformationstechnologien.
Dazu Bundeswirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck: „Die neuen Beihilferegeln stellen
die Weichen für mehr Investitionen in grüne Technologien in Europa. Das ist ein sehr wichtiger
Schritt. Konkret können wir gezielt die Produktion von Batterien, Solarpanelen, Windturbinen,
Wärmepumpen oder Elektrolyseuren fördern und das deutlich umfassender als bislang. Damit können wir
schneller mehr Klimaschutz erreichen und strategische und technologische Souveränität der EU
stärken. Wettbewerbsfähigkeit und Klimaschutz gehen so Hand in Hand.“


Vorgesehen sind im TCTF Vereinfachungen für den Ausbau erneuerbarer Energien, für die
Dekarbonisierung industrieller Produktionsprozesse sowie für Investitionen in Sektoren, die für den
Übergang zu einer emissionsfreien Wirtschaft strategisch und technologisch bedeutsam sind (z.B. die
Produktion von Batterien, Solarpanelen, Windturbinen, Wärmepumpen, Elektrolyseuren, Carbon Capture
and Utilization (CCU) / Carbon Capture and Storage (CCS) und damit verbundene kritische Rohstoffe).
Besondere Anreize bestehen für Investitionen in Transformationstechnologien in strukturschwachen
Regionen. Damit wird ein echter europäischer Mehrwert generiert. Es wird in diesem Bereich möglich
sein, Beihilfen bis zur Höhe von vergleichbaren Beihilfen in Drittstaaten zu gewähren. So kann
verhindert werden, dass strategisch wichtige Sektoren aus Deutschland und aus der EU in andere
Staaten abwandern. Die Bewilligung entsprechender Maßnahmen ist nunmehr bis Ende 2025 möglich, die
Maßnahmen selbst können jedoch noch weiter in die Zukunft reichen.
Eine entsprechende Flexibilisierung des Beihilferechts hatte die Kommission als Teil ihrer
Mitteilung „Industrieplan zum Grünen Deal“ vom 1. Februar angekündigt. Der Europäische Rat hat sich
am 9. Februar ebenfalls für einfachere, schnellere und berechenbarere Beihilfeverfahren sowie für
eine gezielte, vorübergehende und verhältnismäßige Unterstützung in jenen Sektoren ausgesprochen,
die für den grünen Wandel von strategischer Bedeutung sind und auf die sich ausländische
Subventionen oder hohe Energiepreise nachteilig auswirken.
Mit dem heute verabschiedeten TCTF ändert die Kommission zum dritten Mal ihren im Zuge des Kriegs
in der Ukraine erstmals im Frühjahr 2022 vorgelegten beihilferechtlichen Befristeten Krisenrahmen
(Temporary Crisis Framework (TCF)) und erweitert ihn um ein Kapitel zur Transformation.
Der TCTF stellt den beihilferechtlichen Rahmen dar, den die Mitgliedstaaten bei der künftigen
Ausgestaltung ihrer Fördermaßnahmen nutzen können. Diese Maßnahmen müssen anschließend von der
Kommission noch beihilferechtlich genehmigt werden.

https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2023/03/20230309-eu-kommission-nimmt-beihilferahmen-fuer-transformationstechnologien-an.html

Quelle: abo-bmwi.de

 

Von redaktion

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LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.