Berlin:

Fernwärmeversorgung mit Erdwärme: Parlamentarischer Staatssekretär Kellner übergibt Förderbescheid

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz Michael
Kellner hat heute einen Förderbescheid über 10 Millionen Euro für das Erdwärme-Projekt der
Stadtwerke Neuruppin übergeben. Mit Hilfe der Förderung aus dem Klima- und Transformationsfonds
kann die örtliche Wärmeversorgung schrittweise auf Treibhausgasneutralität umgestellt werden. Mit
dem geförderten ersten Maßnahmenpaket sollen tiefe Geothermie und sechs Großwärmepumpen bereits den
Großteil der bislang überwiegend fossilen Wärmeerzeugung aus Erdgas ersetzen. Das Wärmenetz
versorgt derzeit etwa 1800 Gebäude. Neuruppin erhält als erstes Unternehmen bundesweit eine
Förderzusage für eine systemische Investitionskostenförderung aus der neuen Bundesförderung für
effiziente Wärmenetze.


Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz Michael
Kellner:
„Fernwärme spielt eine Schlüsselrolle, um die Wärmeversorgung treibhausgasneutral zu machen.
Gerade für Ostdeutschland ist es eine große Chance, da es hier viele Wärmenetze gibt. Der Umbau
der Neuruppiner Fernwärme mit Geothermie und Wärmepumpen ist ein hervorragendes Beispiel dafür,
welche Möglichkeiten bestehen, über Wärmenetze kann wie hier tiefe Geothermie genutzt werden, um
ganzjährig und verlässlich hohe Temperaturen für die Heizungsversorgung zu erreichen.
Damit die Fernwärme ihren Beitrag zur Transformation leisten kann, muss sie aber nicht nur grün
werden, sondern auch noch deutlich ausgebaut werden. Gerade in dicht bebauten Gebieten, in Städten,
ist Fernwärme sinnvoll. Wir brauchen einen dynamischen Netzausbau, damit künftig mehr Haushalte
Zugang zum Fernwärme-Anschluss haben. Davon profitiert jede Region. Es ist besser die heimische
Energie zu nutzen, als teure fossile Energie aus dem Ausland zu beziehen. Das hält das Geld in der
Region und schützt das Klima.“
Auch die hier eingesetzten Großwärmepumpen können eine zentrale Rolle für die Wärmeversorgung
spielen, indem sie Umweltwärme aus Flüssen oder Abwärme aus Rechenzentren auf das benötigte
Temperaturniveau bringen. Die Wärmenetzförderung des BMWK kann dem klimaneutralen Umbau der
Wärmenetze Schub geben.
Mit der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) unterstützt das BMWK die Umstellung
bestehender Wärmenetze auf erneuerbare Energien und Abwärmenutzung, ihren Ausbau und den Neubau von
Wärmenetzen mit mindestens 75-prozentiger Wärmeeinspeisung aus erneuerbaren Energien und Abwärme.
Gefördert werden unter anderem Geothermie- und Solarthermieanlagen, Großwärmepumpen, Rohrleitungen
und Wärmespeicher.
Gefördert werden in einem ersten Schritt Machbarkeitsstudien für neue Wärmenetze und
Transformationspläne für die Umstellung bestehender Netze auf erneuerbare Energien und Abwärme.
Kernstück der BEW ist dann in einem weiteren Schritt die Förderung von Investitionen und teilweise
sogar Betriebskosten, wenn die in den Machbarkeitsstudien und Transformationsplänen beschriebenen
Maßnahmen umgesetzt werden. Die Investitionskostenförderung erfolgt in Höhe von maximal 40 % der
Investitionen in Erzeugungsanlagen und Infrastruktur.

https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2023/03/20230306-fernwarmeversorgung-mit-erdwarme.html

Quelle: abo-bmwi.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.