München:

Glauber: Weiterer Schritt beim Ausbau der erneuerbaren Energien Bundesrat stimmt Antrag
für Freiflächen-Photovoltaikanlagen in Überschwemmungsgebieten zu

Der Bundesrat hat heute eine Initiative Bayerns angenommen, mit der der Ausbau
der Photovoltaik in Deutschland weiter beschleunigt werden soll. Dazu betonte
Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber in München:
„Der Bundesrat hat heute grünes Licht für noch mehr Sonnenenergie
in Deutschland gegeben. Unser Ziel ist es, den Ausbau aller erneuerbaren
Energien deutlich voranbringen. Die derzeitige Energiekrise infolge des
brutalen Angriffskriegs in der Ukraine sowie der Klimaschutz erfordern
einen zügigen Ausbau erneuerbarer Energien. Mit der Bundesratsinitiative
soll es zukünftig leichter möglich werden, Freiflächen-Photovoltaikanlagen
in Überschwemmungsgebieten zu errichten. Damit soll der Ausbau der
erneuerbaren Energien im Einklang mit dem Hochwasserschutz weiter forciert
werden. Jetzt sind Bundesregierung und Bundestag gefordert, sich zügig
mit dem Antrag zu befassen.“


Die Bundesratsinitiative sieht vor, das
Wasserhaushaltsgesetz des Bundes anzupassen. So soll der Weg geebnet werden
für eine Zulassung von Freiflächen-Photovoltaikanlagen durch
die zuständigen Kreisverwaltungsbehörden nach einer Prüfung
des jeweiligen Einzelfalls. In einem nächsten Schritt muss die Bundesregierung
nun innerhalb von sechs Wochen den Gesetzesantrag unter Darlegung ihrer
Auffassung dem Bundestag zuleiten. Anschließend wird der Antrag im
Bundestag behandelt.   Nach der geltenden bundesrechtlichen Rechtslage
lassen sich Freiflächen-Photovoltaikanlagen in einem festgesetzten
oder vorläufig gesicherten Überschwemmungsgebiet praktisch kaum
realisieren. Denn die Errichtung von Freiflächen-Photovoltaikanlagen
im Außenbereich bedarf nach der aktuellen Gesetzeslage der Durchführung
einer Bauleitplanung. Die Aufstellung eines neuen Bebauungsplans im Außenbereich
im Überschwemmungsgebiet ist aber derzeit grundsätzlich untersagt
und auch die im Gesetz vorgesehenen Ausnahmen liegen in der Praxis meist
nicht vor. Die derzeit geltende Verhinderung von Freiflächen-Photovoltaikanlagen
in Überschwemmungsgebieten ist aber fachlich häufig nicht gerechtfertigt,
da in vielen Fällen Gründe des Hochwasserschutzes der Errichtung
einer Freiflächen-Photovoltaikanlage nicht entgegenstehen. Denn die
Anlagen führen oftmals nicht zu einer Versiegelung des Bodens und
verhindern damit auch nicht das Versickern von Hochwasser. Auch der Hochwasserabfluss
wird durch die meisten Anlagen nicht beeinträchtigt.

Quelle:stmuv.bayern.de

 

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.