Berlin:

Deutschland erhöht Mittel für internationale Klimaanpassung auf 60
Millionen Euro

Auswärtiges Amt und Bundesumweltministerium stocken ihren Beitrag für den
internationalen Anpassungsfond auf je 30 Millionen auf.

Außenministerin Annalena Baerbock und Bundesumweltministerin Steffi Lemke
haben heute auf der Weltklimakonferenz (COP27) für die Bundesregierung
angekündigt, den deutschen Beitrag für den globalen Anpassungsfond auf 60
Millionen Euro im Jahr aufzustocken. Damit ist Deutschland der größte
Geberstaat für das zentrale multilaterale Finanzierungsinstrument zur
Klimaanpassung. Oberste Priorität des Fonds liegt auf der Unterstützung
von Gemeinschaften, die den Folgen der Klimakrise besonders ausgesetzt
sind.

Außenministerin Annalena Baerbock: „Die Anpassung an den Klimawandel
betrifft uns alle, aber nicht alle können sie sich leisten. Länder, denen
es nicht gelingt, sich an die Folgen des Klimawandels anzupassen, werden
buchstäblich untergehen. Der Klimawandel trifft ärmere Staaten, die
nichts für den hohen CO2-Ausstoß der Industrienationen können, oft
besonders heftig. Daher ist es nur fair, wenn die Kosten für die Anpassung
an den Klimawandel auf mehrere Schultern verteilt werden und wohlhabende
Staaten wie Deutschland mehr zahlen. Aus diesem Grund erhöhen wir den
deutschen Beitrag für den internationalen Anpassungsfond und leisten so
einen Beitrag für mehr Klimagerechtigkeit.“

Bundesumweltministerin Steffi Lemke: „Wirbelstürme, Überschwemmungen
und ausgedörrte Äcker zeigen immer öfter, wie unerbittlich sich die
Klimakrise gerade in Entwicklungsländern auswirkt. Daher wollen wir unsere
Partner ab diesem Jahr noch besser unterstützen, indem wir Deutschlands
Beitrag für den Anpassungsfond aufstocken. Zusätzlich zu sechs Milliarden
Euro für den Klimaschutz verstärken wir unsere Unterstützung für
Klimaanpassungsmaßnahmen, Damit betroffene Länder praktische und wirksame
Maßnahmen auf den Weg bringen können. Daher fördern wir außerdem
zahlreiche Projekte, die Klimaanpassung und Biodiversitätsschutz
miteinander verbinden. Auf diese Weise schaffen wir eine Risikovorsorge,
die zugleich die natürlichen Lebensgrundlagen sichert.“

Der internationale Anpassungsfond (Adaptation Fund – AF) hat seit 2010 rund
923,5 Millionen US-Dollar für Projekte bereitgestellt, darunter 132
konkrete Projekte in fast 100 Ländern für 36 Millionen Begünstigte.
Deutschland gehört zu den größten Beitragszahlern. Seit dem
Gründungsjahr 2007 hat die Bundesregierung insgesamt 514 Millionen
US-Dollar eingezahlt. Zuletzt hatte allein das Bundesumweltministerium für
Deutschland 50 Millionen Euro im Jahr beigetragen. Nach der Aufteilung der
Zuständigkeiten teilen sich AA und BMUV den Betrag Deutschlands zu
gleichen Teilen. Der AF verfügt in den Bereichen der Finanzierung, der
Verfahrensregeln und der Verwaltung über eine Reihe innovativer Ansätze.
Diese ergeben sich nicht nur aus dem Förderungsgegenstand, der
Finanzierung von Anpassungsmaßnahmen in Partnerländern, sondern auch aus
der Governance-Struktur des Fonds. Der AF wird von Entwicklungsländern
paritätisch mit Industrieländern verwaltet und bietet akkreditierten
Projektdurchführungsorganisationen in Partnerländern erstmalig direkten
Zugang zu Fördermitteln bei einem multilateralen Fond.

Deutschland fördert seit 2008 unter der Internationalen
Klimaschutzinitiative (IKI) gezielt Anpassungsprojekte in Partnerländern.
Diese zielen darauf ab, die Anpassungsfähigkeit von Ländern und Regionen
mit einem hohen Grad an Vulnerabilität gegenüber den Auswirkungen des
Klimawandels zu erhöhen. Seit 2008 hat die IKI im Bereich Anpassung
insgesamt 149 Projekte in Höhe von 658 Mio. EUR finanziert; davon werden
51 Projekte (387 Mio. EUR) aktuell umgesetzt, während die übrigen bereits
abgeschlossen sind. Zu den 149 bzw. 51 Projekten kommen weitere 18 Projekte
in Höhe von 174 Mio. EUR hinzu, die sich aktuell in Bewilligung befinden.
Die Mehrheit der Projekte in Bewilligung und Durchführung sind bilaterale
und regionale Projekte mit einem Fokus auf Lateinamerika und Asien.

Weitere Informationen

Internationaler Anpassungsfond
<https://www.bmuv.de/presseverteiler/lt.php?tid=95mFhAKW6KmEmfHX/F+tOfQZm/Pv8weivZjTZ5N4LTiBuBNZyf8boKSsg41K6FIQ>

Internationale Klimaschutzinitiative
<https://www.bmuv.de/presseverteiler/lt.php?tid=iV5UpyI3/TeCzNs60x5zBPQZm/Pv8xeivZjTZ5N4LTiBuBNZyf87oKSsg41K6FIQ>

Quelle: bmuv.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.