München:

Pessimistische Stimmung in der Bayerischen Wirtschaft Aiwanger: „Produktion
in Deutschland bricht weg. Der Bund will Krise aussitzen statt zu handeln“

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat angesichts des drastischen Stimmungseinbruchs
in der bayerischen Wirtschaft den Bund aufgefordert, „zu handeln statt
die Krise aussitzen zu wollen“. Aiwanger: „Die Gemengelage mit
Energiepreisexplosion, Rohstoffknappheit, Inflation, gestörten Lieferketten
und anhaltendem Fachkräftemangel belastet alle Branchen und auch die
Bürger. Zusätzlich dämpfen die Kaufzurückhaltung der
Bevölkerung und eine absehbare Abschwächung der Exporte die bayerische
Wirtschaft.“

Oberste Priorität habe genügend und bezahlbare Energie, was derzeit nicht
der Fall ist. Aiwanger: „Der Bund muss mehr tun, um das Angebot an
Energie auszuweiten, die Steuern und Abgaben auf Energie zu senken und
dadurch günstiger zu machen. Aktuell läuft es anders rum: Aufgrund
der gezielten Hochpreispolitik für Energie (Lenkungswirkung)
reduziert die Wirtschaft massiv die Produktion, was die Lieferkettenproblematik
verschärft und Güter für den Bürger verteuert. Jetzt
klopft sich der Bund auf die Schulter und sagt, der Energieengpass ist
reduziert – weil die Wirtschaft abgewürgt wird. Der Blick auf die
aktuelle Konjunkturumfrage des BIHK zeigt, dass die pessimistische Stimmung
ihren Grund in zu späten und zu wenig umfassenden Maßnahmen
des Bundes hat. Der Preisdeckel für Strom und Gas kommt zu spät.
Bereits zum Beginn des Winters hätten wir die Deckel&
für Energie gebraucht, die Umsetzung steht in den Sternen. Der Bund
will die Krise aussitzen statt zu handeln. Statt dessen macht die Regierung
noch weitere, ideologisch motivierte Fehler. Zum Beispiel setzt das geplante
Bürgergeld falsche Anreize gegen eine Aufnahme von Beschäftigung.
Arbeit lohnt sich für viele nicht mehr. Die Einkommensteuerbelastung
für die arbeitende Bevölkerung müsste drastisch reduziert
werden, die Sanktionsmöglichkeit beim Bürgergeld wieder eingeführt
werden. Die Möglichkeit für Betriebe, 3000 Euro steuerfrei an
die Mitarbeiter auszuzahlen, ist ein vergifteter Apfel und bringt Unruhe
in viele Betriebe, weil die schlechte Geschäftslage diese Zahlungen
in vielen Fällen gar nicht hergibt. Wenn Lindner wirklich will, dass
netto mehr bei den Beschäftigten ankommt, muss er schlichtweg die
Einkommensteuer senken.
Aiwanger weist auch auf das zunehmende Problem
hin, dass einige gerade auch größere Unternehmen von ihren bisherigen
Energieversorgern keine Gasverträge mehr bekommen. Man brauche hier
mehrjährige Planungssicherheit für die Produktion. Auch hier
müsse der Bund Risikoabsicherung übernehmen, sonst werde schlichtweg
Produktion in Deutschland stillgelegt. &Will das der Bund?
fragt Aiwanger abschließend.

Quelle:stmwi.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.