München – Ottobrunn:

Aufbruch in neues Mobilitätszeitalter: TUM schafft einzigartiges Testfeld für Ultra-Highspeed-Verkehr

Europas erstes Ultra-Highspeed Testareal mit Realbedingungen für Hyperloop-Forschungsprogramm – Hightech Agenda Bayern lässt Visionen Realität werden

Das Hyperloop-Forschungsprogramm der Technischen Universität München (TUM) erhält ein europaweit einzigartiges Testfeld für Hochgeschwindigkeitsverkehr. Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Wissenschaftsminister Markus Blume waren heute beim Spatenstich für das neue Testareal in Ottobrunn.

Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder: „Der Hyperloop ist die Vision einer völlig neunen und emissionsfreien Art der Fortbewegung mit über 400 km/h. Wir bauen nun eine 24 Meter lange Teströhre für 3,5 Millionen Euro. Ziel ist der europaweit erste Passagierversuch. Bayern lebt den Spirit von Hightech und Start-ups: In Ottobrunn entsteht die größte Fakultät für Luft- und Raumfahrt in Europa. Mit der Hightech Agenda investieren wir so viel wie kein anderes Bundesland 3,5 Milliarden Euro mit 13.000 neunen Studienplätzen und 1.000 Professuren. Technologie ist Zukunft.“

Wissenschaftsminister Markus Blume: „Spatenstich für die Mobilität der Zukunft! In Ottobrunn entsteht Europas erstes Hyperloop Testsegment in Passagiergröße. Die Vision: nachhaltige, ultraschnelle und sichere Fortbewegung. Die Umsetzung: Made in Bavaria. Junge Talente mit unglaublichem Innovationsgeist und Knowhow stellen unter Beweis: Leidenschaft für Technik und Zukunft gehört zur bayerischen Lebensart. Hier wird aus Science-Fiction Realität!“

TUM Vizepräsident Prof. Dr. Gerhard Kramer: „Die Hightech Agenda Bayern zeigt sich am TUM Standort in Ottobrunn und Taufkirchen von seiner besten Seite. Die Begeisterung für Technik ist hier buchstäblich mit Händen zu greifen. Das TUM Hyperloop-Forschungsprogramm ist auf Teams von TUM Studierenden zurückzuführen, die sich bei internationalen Wettbewerben gegen die stärkste Konkurrenz durchsetzen konnten. Auf diese Leistung sind wir als Universität sehr stolz. Wir freuen uns, dass dieses Programm von der Bayerischen Staatsregierung großzügig unterstützt wird und mit dem Bau des Testsegments nun in die nächste Phase geht.“

Auf dem Testareal in Ottobrunn entsteht eine 24 Meter lange Röhre, in der eine passgenaue Passagierkapsel installiert wird. Der Bau hebt das Vorhaben aus dem Modellmaßstab auf Realgröße. Das Konzept des Hyperloops beruht auf Magnetschwebetechnik. Der Demonstrator soll nach Maschinenrichtlinie zertifiziert

werden, wodurch Versuche unter Realbedingungen durchgeführt werden können. Das TUM Hyperloop Testsegment ist damit das erste europäische Testfeld seiner Art und wird speziell die Machbarkeit des Personentransports erforschen. Ziel des Vorhabens ist, bis Ende des Jahrzehnts eine Referenzstrecke des Hyperloop-Systems über mehrere Stufen hinweg zu errichten, in der Passagiere mit circa 850 Stundenkilometern befördert werden können.

Der TUM Hyperloop ist ein interdisziplinäres Forschungsprogramm, das sich die Entwicklung eines extrem schnellen und gleichzeitig bodengebundenen Verkehrsmittels zum Ziel gesetzt hat. Die Vision ist, mehrere hundert Kilometer voneinander entfernte Orte innerhalb kürzester Zeit mit einem sicheren und nahezu emissionsfreien „Schnellzug“ erreichen zu können. Das Programm wurde im Jahr 2020 gegründet und baut auf den vorherigen Erfolgen der studentischen Initiative bei den vier von Elon Musk ins Leben gerufenen SpaceX Hyperloop Pod Wettbewerben auf. In allen vier Wettbewerben seit 2015 belegte das Team der TUM den ersten Platz. Von diesen Erfolgen bestätigt, wurde aus dem studentischen Projekt das jetzige Forschungsprogramm entwickelt. Aktuell sind daran unter dem Dach des Departments für Aerospace and Geodesy der TUM School of Engineering and Design sechs Lehrstühle mit neun wissenschaftlichen Mitarbeitern und fast 90 Studierende aus 28 Nationen beteiligt. Weitere Lehrstühle der TUM unterstützen das Programm in verschiedensten Disziplinen. Der TUM Hyperloop ist als interdisziplinäres Forschungsprogramm Teil der Innovationsoffensive Hightech Agenda Bayern und wird vom Freistaat Bayern finanziert. Der Freistaat Bayern stellt im Rahmen der Hightech Agenda Bayern 90 Millionen Euro für den Bereich der Luft- und Raumfahrt (inklusive TUM Hyperloop) zur Verfügung.

Quelle: stmwk.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.