Berlin:

Zucht und Erhalt heimischer Tierrassen wichtiger Baustein für Umbau der Tierhaltung
Erster bundesweiter Kongress für den Erhalt alter und bedrohter Tierrassen des BMEL großer Erfolg

Eine resiliente Landwirtschaft, die in Kreisläufen wirtschaftet, braucht Tierhaltung. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) verfolgt das Ziel, die landwirtschaftliche Tierhaltung in Deutschland zukunftsfest zu machen. Ein wichtiger Baustein für den Umbau der Tierhaltung sind robuste Rassen. Leider sind viele Rassen großer und kleiner Wiederkäuer, von Schweinen und Pferden, Kaninchen, Geflügel sowie Bienen in den vergangenen Jahrzehnten fast vollständig verloren gegangen oder stehen auf der „Roten Liste der gefährdeten einheimischen Nutztierrassen“. Mit jeder Rasse geht biologische Vielfalt und damit Eigenschaften verloren, mit denen beispielsweise auf die Folgen des veränderten Klimas reagiert werden kann. Auch neue Anforderungen an die Tierhaltung wie Umweltschutz und Nachhaltigkeit erfordern neue Wege und Möglichkeiten, die genetische Vielfalt von Schwein, Geflügel und Co. zu erhalten und zu stärken.

Mit dem „Nationalen Kongress zur Zucht und Erhaltung alter und bedrohter einheimischer Nutztierrassen“ rückte das BMEL das wichtige Thema gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern in den Fokus. Drei Tage lang bot der Kongress Verbänden, Verwaltung, Tierzucht, Tiermedizin und Praxis aus dem In- und Ausland eine wichtige Plattform für den Wissensaustausch. In Foren, Workshops und auf Panels wurde diskutiert, wie durch alte Nutztierrassen Biodiversität oder auch Eigenschaften wie Genügsamkeit erhalten werden können, was Züchterinnen und Züchter für eine erfolgreiche Arbeit brauchen, wie man Züchtung besser fördern und wie man die Vermarktung alter Rassen verbessern kann.

Ein wichtiger Fokus des Kongresses lag auf den aktuellen Herausforderungen von Klimakrise und Biodiversitätsverlust, die auch die Tiere in Zukunft in hohem Maße betreffen werden. Das Thema wurde vertieft in Veranstaltungen für die einzelnen Tierarten diskutiert. Um eine von den Praktikern gewünschte bundeseinheitliche Förderung zu etablieren, bewegte der Kongress die Idee einer Stiftung „kulturelles Erbe“. Der Kongress konnte erfolgreich dazu beitragen, Lösungen für die Bewahrung und Stärkung der alten und robusten Rassen zu erörtern. Unter dem Motto „Erhalt durch Nutzung“ wurden Elemente eines erfolgreichen Marketings von Produkten in Theorie und an Praxisbeispielen dargestellt. Aber auch die Vorteile der wissenschaftlichen Beschreibung der genetischen Ressourcen über Darstellungen des Erbgutes der Tiere mittels Genotypisierung wurden intensiv besprochen. Damit lassen sich die geeigneten erhaltenswerten Ressourcen besser identifizieren und gezielter fördern. Die Teilnehmenden äußerten den Wunsch nach einer Folgeveranstaltung.

Der Kongress ist eingebettet in zahlreiche nationale und internationaler Aktivitäten des BMEL zum Erhalt der biologischen Vielfalt bei Tieren. Dazu gehören unter anderem: das Nationale Fachprogramm tiergenetische Ressourcen; die Deutsche Genbank landwirtschaftliche Nutztiere, die beim Friedrich-Loeffler-Institut angesiedelt ist; die FAO-Plattform für Tiergenetische Ressourcen in Europa oder auch das Projekt „Genetic Resource Bridge“, mit dem eine Strategie zu genetischen Ressourcen in Europa mitentwickelt werden soll.

Hintergrund
Der „Nationale Kongress zur Zucht und Erhaltung alter und bedrohter einheimischer Nutztierrassen“ des BMEL und seinen Kooperationspartner (Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen, GEH; Deutsche Gesellschaft für Züchtungskunde, DGfZ und Informations- und Koordinationszentrum Biologische Vielfalt (IBV) in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, BLE) ist Teil der Veranstaltungsreihe: „Farmers and Scientists create Future“. Mehr Informationen zum Kongress finden Sie hier<https://ktmlandingpage.bmel.de/veranstaltung/kongress-2022>. Eine Dokumentation des Kongresses gibt es bereits als Tagungsband der DGfZ. Zudem erhalten Sie– im Format eines Kurzfilms sowie einer schriftlichen kurzen Zusammenfassung – weitere Eindrücke vom Züchtungskongress. Beides finden Sie ab Ende Oktober auf der BMEL-Homepage.

Mehr Informationen über das Engagement des BMEL zur Erhaltung bedrohter Nutztierrassen erhalten Sie auf unserer Webseite<https://www.bmel.de/DE/themen/tiere/nutztiere/tierzucht/nutztiere-tiergenetische-ressourcen.html>.

Quelle:bmel.bund.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.